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Caravan Salon Düsseldorf 2012: Die Trends für 2013

Auch in diesem Jahr lassen wieder mehrere Millionen Deutsche den hektischen Arbeitsalltag beim Urlaub mit Caravan oder Reisemobil hinter sich. Beim Caravan Salon in Düsseldorf (25. August bis 2. September) findet die Zielgruppe die neuen Fahrzeuge für die Saison 2013.

Die Branche kann mit dem deutschen Markt zufrieden sein. Während in Europa der Absatz einbricht, gibt es in Deutschland im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei den Wohnwagen ein Zulassungsplus von fünf Prozent. Bei den Reisemobilen fällt die Steigerung mit rund dreizehn Prozent noch deutlicher aus. Outdoor-Aktivitäten sind bei den Deutschen „in“, ein Reisemobil oder Caravan bietet den gewünschten Komfort. Die Zielgruppe für das Haus auf Rädern ist jedoch begrenzt. Schließlich muss man für einen der beliebten Teilintegrierten um 50.000 Euro investieren, nach oben sind den Preisen beinahe keine Grenzen gesetzt. Damit ist klar, dass Wohnmobile meistens eher etwas für Besserverdienende sind. In Düsseldorf zeigen die Hersteller vom preiswerten Fahrzeug für Einsteiger bis zum luxuriösen Mobil für mehr als eine Million Euro die mobilen Wunschträume der Camper.

Wer es minimalistisch und – relativ – preiswert mag, kommt bei 3Dog Camping auf seine Kosten, Die Hamburger Outdoor-Manufaktur hat für den neuen Pick-Up von Ford, den Ranger Wildtrak, eigens ein Dachzelt konzipiert. Im „Obergeschoss“ gibt es eine Liegefläche von 160 x 220 Zentimeter, die Anhängekupplung des Allradlers bleibt frei.

Weiterhin gefragt sind kompakte Fahrzeuge, etwa Teilintegrierte. Sie sind im Vergleich zu Alkoven-Mobilen mit den charakteristischen Schlafplatz-„Nasen“ über dem Führerhaus deutlich niedriger und schlanker. Ideal für Städtereisen sind schmale Mobile, wie sie etwa Bürstner mit dem Brevio anbietet. Der ist gerade mal 210 cm breit und bietet als Schmankerl eine große Heckklappe. Mit dem Brevio wollen die Kehler eine wintertaugliche Alternative zum ausgebauten Kastenwagen anbieten. Der Grundpreis des 599 cm langen Teilintegrierten liegt bei 44.440 Euro. Ein ähnliches Fahrzeug bringt auch Hymer mit dem Compact 404 mit nach Düsseldorf, weitere Vertreter der „Van“-Klasse um sechs Meter Außenlänge sind der Van TI von Knaus und der Globebus T von Dethleffs.

Stetig steigend ist die Nachfrage nach preisgünstigen Teilintegrierten für Einsteigermodellen. Darauf reagieren die Hersteller mit Mobilen, die jüngere Kunden ansprechen sollen. Bei Carado oder Sunlight sind solche Fahrzeuge ab rund 36.000 Euro im Angebot.

Auf Design-orientierte Kunden setzt Hobby aus Fockbek mit dem Premium Van. Der nimmt Stylingelemente des Premium-Caravans und der im vergangenen Jahr gezeigten Studie des Hobby 600 wie dunkle Scheiben und gewölbte Seitenwände auf. Der Teilintegrierte auf Basis des Renault Masters ist ab 45.950 Euro zu haben.

Auf besondere optische Akzente setzt auch Niesmann & Bischoff beim Arto, der ab 77.990 Euro in den Preislisten steht. Speziell bei den Polstern gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Individualisierung. Noch exklusiver wird es beim Flair, für das Luxusmobil sind mindestens 130 990 Euro zu zahlen.

Gut im Rennen um die Käufergunst liegen nach wie vor ausgebaute Kastenwagen mit der serienmäßigen Blechkarosserie des Basisfahrzeugs. Die Mobile sind kompakt und können auch im Alltag eingesetzt werden, was ein Grund für ihre Beliebtheit ist. Zum Einsatz kommen meist der Fiat Ducato oder die baugleichen Modelle von Citroën oder Peugeot. Mit dem Modell 2Win von Pössl gelingt der Einstieg zu einem Preis ab etwa 35 .000 Euro.

Als Spezialist für Kompaktfahrzeuge bringt Zooom den Stadtindiander auf Basis des 4,4 Meter „langen“ Nissan NV200 Evalia mit nach Düsseldorf. Im Aufstelldach gibt es zwei Schlafplätze mit 125 cm Breite und zwei Meter Länge. Die Rückbank kann sich zum weiteren Bett umfunktioniert werden. Werden die vorderen Sitze gedreht, so entsteht eine Sitzgruppe mit auch außen verwendbarem Tisch. Die modular aufgebauten Möbel mit Wäsche- und Hängeschrank können einzeln demontiert und herausgenommen werden. An Bord sind ein zweiflammiger Kocher, Spüle, ein Frischwassertank mit 32 Litern, Außendusche, Chemie-WC sowie Kompressor-Kühlbox und fernbedienbare Standheizung. Der Stadtindianer kostet 39.600 Euro.

Eher als Rase- denn als Reisemobil zeigte sich der Westfalia Jules Verne, der als schnellstes Reisemobil der Welt, vorbereitet von Westfalia und Goldschmitt, eine Rekordgeschwindigkeit von 222 km/h erreichte. Das zugelassene Fahrzeug wurde lediglich an Motor und Fahrwerk optimiert und wird auch in Düsseldorf zu sehen sein.

Mit dem Club Joker knüpft Westfalia nach rund einem Jahrzehnt ohne Ausbau eines VW Kastenwagens an die Wurzeln der Unternehmensgeschichte an. Basis ist der VW T5 mit langem Radstand, der mit Hochdach, Warmwasserheizung und Dusche versehen ist. Der Wagen bietet vier Sitz- und Schlafplätze und ist ab 52.900 Euro zu bekommen.

VW Nutzfahrzeuge präsentiert die Edition-Sondermodelle des California mit weißer Innenausstattung. Optische Kennzeichen sind das matt-schwarze Dach, weiße oder rote Lackierung und Leichtmetall-Räder. Als Edition-Modell kostet der Volkswagen California Beach ab 42.370 Euro, die Preise für den California Comfortline starten bei 56.287 Euro.

Nach oben ist beim Vario Perfect 1200 Platinum die Preisliste offen. Rund 1,1 Millionen Euro kostet das zwölf Meter lange, dreiachsige Luxusmobil mit Mittelmotor auf Basis eine Omnibusfahrgestells mindestens. Als Gegenwert gibt es drei hydraulisch ausfahrbare Erkern, eine Heck-Garage für einen Mini und einen Innenausbau aus Nussbaumholz.

In Zusammenarbeit mit der Firma Paravan hat Hymer den auf der B-Klasse basierenden Paravano speziell auf Rollstuhlfahrer zugeschnitten. Die individuell gefertigten Wohnmobile sollen Reisenden mit Rollstuhl neue Möglichkeiten der Mobilität bieten. Der Kunde entscheidet, welche Details verändert werden sollen. Die Möglichkeiten reichen von einer Hebebühne über verbreiterte Gänge bis zu Verankerungen für einen Rollstuhl.

Infos - Caravan Salon 2012



Der Caravan Salon 2012 findet vom 25. August bis 2. September auf dem Messegelände in Düsseldorf statt. Er ist an allen neun Tagen von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte (Erwachsene) kostet 13 Euro, ein Ticket für zwei Tage 20 Euro. Ermäßigte Tageskarten gibt es für 9 Euro, Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren bezahlen 5 Euro. Geöffnet ist der Caravan Salon täglich von 10 bis 18 Uhr. Unter www.caravan-salon.de kann man sein Ticket schon vor Messebesuch lösen und genießt am Tag des Besuchs freie An- und Abfahrt mit den Verkehrsmitteln des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR). Die Eintrittskarte an der Tageskasse beinhaltet die kostenlose Rückfahrt im VRR-Gebiet. Mit dem eigenen Caravan oder Reisemobil kann man auf einem Gelände mit über 3.000 Stellplätzen (800 davon mit Stromversorgung) übernachten.

Quelle: Gerhard Prien