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13. Fulda Challenge

Eis-Eilige

Sieben internationale Teams mit 14 Athleten stellen sich ab Donnerstag, 10. Januar 2013 zehn knallharten Events. Bei unvorstellbaren Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius geht es rund 1.500 Kilometer durch Eis und Schnee: Die Fulda Challenge, das kälteste Extremsport-Event der Welt, ist gestartet.
Von 1996 bis 1999 unterstützte der Reifen-Hersteller Fulda das härteste und längste Hunderennen der Welt, den 1.700 Kilometer langen Yukon Quest. Aus diesem Sponsoring entstand die Idee eines arktischen Zehnkampfs in dieser faszinierenden Landschaft. Seit 2001 treten alljährlich im Januar Athleten und Prominente bei Temperaturen um die minus 40 Grad Celsius unter der Wettkampflegende Hans-Joachim Stuck zu dem Extremsport-Event an.

Neue Strecken und Events, die bei Temperaturen, bei denen jedes Kühlhaus neidisch werden würde, geben jeder Veranstaltung ihren ganz eigenen Charakter. Zu den sportlichen Höhepunkten, bei denen Leidensfähigkeit und Kondition der Sportler auf eine harte Probe gestellt werden, zählen in diesem Jahr ein Halb-Marathon, ein Berglauf und das Überwinden eines Kletter-Parcours. Auf dem Schwatka Lake warten 67 PS starke, allradgetriebene High Performance Race-Buggys mit einer Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h auf die Athleten. Auf dem See ist auf teilweise blankem See-Eis und auf gepresstem Schnee eine etwa anderthalb Kilometer lange Rennstrecke „angerichtet“.
Natürlich darf – der Geschichte der Region folgend – auch ein Schlittenhunde-Rennen nicht fehlen. Auf dem Takhini River geht, unter der Leitung von Musher-Legende Frank Turner, dieses mehrere Kilometer lange Rennen über die Bühne. Gefahren wird im Team, beide Mitglieder eines Teams befinden sich auf dem Schlitten, eine/r im Schlitten, der/die andere fährt. Auf der Hälfte der Rennstrecke wird gewechselt.
Auf halbem Weg von Whitehorse nach Dawson City startet der Eisbohr-Wettbewerb auf dem zugefrorenen Pelly River. Das Bohrloch ist durch einen auf dem Eis liegenden Fulda-Reifen gekennzeichnet. Mit einem traditionellen Eisbohrer, einem schon während der Goldgräber-Zeit eingesetzten „Auger“, muss bis zum Austreten von Wasser auf Zeit ein Loch ins Eis gebohrt werden. Da der Fluss zu dieser Jahreszeit mit einer etwa 80 Zentimeter dicken Eisschicht bedeckt ist, dürfte es ein schweißtreibender Wettbewerb werden.
Die Landschaft des Yukon Territorium ist spektakulär, die Namen der Orte und „Straßen“ erinnern an Abenteuer-Literatur: Dawson City, wo Ende des 19. Jahrhunderts der größte Goldrausch aller Zeiten über Nacht arme Schlucker zu „Kings of the Klondike“ und geschäftstüchtige Frauen zu „Dancing Diamonds“ machte. Nur von wenigen Menschen wurde der Dempster Highway bislang im Winter befahren. Entlang des Klondike Highway, in den angrenzenden Bergen von Dawson City und am Polarkreis stellen die Athleten sich außergewöhnlichen – und eiskalten – sportlichen Herausforderungen.
Im Süden grenzt das Yukon Territorium an British Columbia, im Westen an Alaska, im Osten an die Nordwest Territorien und im Norden an den Arktischen Ozean. Mit 483.450 Quadratkilometer Fläche ist das Gebiet größer als Deutschland, Belgien, Dänemark und die Niederlande zusammen. Trotz seiner enormen Größe ist das Gebiet durch ein 4.734 Kilometer langes Straßennetz erschlossen. Gerade mal rund 35.000 Einwohner zählt die Region, die meisten wohnen in der Hauptstadt Whitehorse. Die Stadt bekam ihren Namen nach den Stromschnellen des Yukon Rivers, deren Kämme wie die Mähnen galoppierender weißer Pferde aussahen. Erheblich höher als die Zahl der Menschen ist mit über 69.000 die der Elche oder – mit mehr als 250.000 Tieren - die Karibu-Population. In dieser Einsamkeit kämpfen sieben Frauen und sieben Männer in den verschiedenen Wettbewerben.

Die Frau im deutschen Team ist die 32-jährige selbständige Biotechnologin Claudia Beitsch. Seit gut sechs Jahren lebt sie in Rosenheim und begeistert sich für Berg-, Ausdauer- und Wintersport. Im Winter 2010 war sie im deutschen Team des „Wettlauf zum Südpol“ 400 Kilometer auf Skiern unterwegs. Partner in ihrem Team ist der Unternehmensberater Christian Schmid. Der Bayer hat im letzten Jahr nach nur neun Monaten Training erfolgreich an seinem ersten Ironman Triathlon Wettbewerb in Regensburg teilgenommen und kam in einer Zeit von 10:49 h durchs Ziel.
Mit am Start sind, neben weiteren Teams aus Österreich, der Schweiz und Frankreich – auch drei Promi-Gruppierungen. Etwa die in Hannover wohnende Sportlehrerin, Sportwissenschaftlerin und Sporttherapeutin Gunda Slomka, die mit dem Fußballlehrer Mirko Slomka verheiratet ist. Sie startet gemeinsam mit Wolfram M. Kons, der bei RTL die Morgenmagazine „Punkt 6“ und „Punkt 9“ moderiert. Kons ist Marathonläufer, Schlagzeuger, Cineast, Tierfreund, Oldtimerliebhaber und Bergwanderer, Kunstenthusiast und Hobbyarchitekt.
Schon ihr ganzes Leben ist die ausgebildete Sport- und Gesundheitstrainerin Franzy Balfanz sehr aktiv und sportlich. Die gebürtige Brandenburgerin leitete bis vor einigen Monaten ein Fitness-Studio. Rein zufällig wurde sie als Model entdeckt, wird zum Jubiläums-Playmate des Monats Juli 2012 – und lernt neben Los Angeles auch Playboy-Chef Hugh Hefner persönlich kennen. Ihr Partner im zweiten Promi-Team ist der 29-jährige Felix Otto aus Düsseldorf. Er erruderte in knapp einem Jahrzehnt in der deutschen Rudernationalmannschaft zahlreiche nationale und internationale Titel, unter anderem als Welt- und Deutscher Meister und als Worldcupsieger. Neben dem Rudern startet der baldige Vater seit knapp zwei Jahren im Triathlonsport.

Den weiblichen Part im dritten Promi-Team übernimmt die amtierende Kickbox-Weltmeisterin Dr. med. Christine Theiss. Sie begann nach ihrem Abitur 1999 ein Medizinstudium in München, das sie 2007 erfolgreich abschloss. Ein Jahr darauf folgte die Promotion. Obendrein ist sie Moderatorin der Abnehm-Show „The biggest Loser“ und unterstützt mehrere soziale Projekte, etwa als Schirmherrin von „KIT Kids“ des Arbeiter-Samariter-Bundes und Botschafterin für „Power-Child“. Ihr Team-Partner Matthias Killing moderiert für den Fernsehsender SAT.1 bei „ran“ die Sportübertragungen im Fußball, Boxen und Basketball. Obendrein ist der 33-jährige fast täglich im SAT.1-Frühstücksfernsehen zu sehen. Er lebt in Berlin, spielt leidenschaftlich gerne Basketball und Tennis und träumt davon, mit einem Motorrad quer durch die USA zu fahren.
Den Teilnehmern der Fulda Challenge gibt Hans-Joachim Stuck wertvolle Tipps im Umgang mit Geländewagen oder Motorschlitten auf vereisten Pisten. Der Vollblut-Rennfahrer hat in seiner über 40-jährigen Rennsportkarriere in den unterschiedlichsten Rennklassen – Formel 1, Tourenwagen oder Prototypen – für Furore gesorgt. „Strietzel“ Stuck begeisterte die Fans mit seinem spektakulären Fahrstil und absolutem Siegeswillen. Möglicherweise helfen seine Hinweise mit zum Sieg. Die besten weiblichen und männlichen Athleten bekommen einen Scheck über Can $ 1.500, zusätzlich bekommt das beste Team pro Person ein echtes Goldnugget aus dem berühmten Klondike-Gebiet bei Dawson City.
Quelle: Gerhard Prien