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Zubehör/Sonstiges

Honda Uni-Cub

Mit dem "E-Hocker" durchs Büro

Hondas Uni-Cub oder Thrombose und Co lassen grüßen!

Mit dem seligen Büroschlaf könnte es vorbei sein, wenn Hondas neue Mobilitäts-Idee für den Business-Alltag Realität werden sollte. Man sieht sie im Geiste schon auf ihren Hockern rumdüsen, durch Gänge und Flure, die Belegschaften von Konstruktionsbüros, Behörden, Banken und Versicherungen, auf ihren futuristisch anmutenden „E-Hockern“.

In Tokio hat Honda den E-Hocker vorgestellt, der den Belegschaften großer Bürogebäude künftig lange Fußwege ersparen könnte. Das Mobilitätsgerät ist eine Weiterentwicklung des 2009 vorgestellten experimentellen Einrads U3-X. Es hört auf den Namen Uni-Cub, verfügt über einen Sattel und soll in alle Richtungen dieselbe Bewegungsfreiheit bieten, die der Mensch beim Gehen auch genießt. Wie das U3-X ist auch das Uni-Cub mit der Honda-eigenen Gleichgewichtssteuerung und dem in alle Richtungen fahrenden Radsystem (Honda Omni Traction Drive System) ausgestattet. Die Technologie zur Gleichgewichtssteuerung kommt aus der Honda Robotics-Forschung, die auch den legendären Roboter Asimo entwickelt hat. Der Fahrer kann durch Gewichtsverlagerung die Geschwindigkeit regeln, sich in alle Richtungen bewegen, wenden und stoppen. Er kann vorwärts, rückwärts, seitwärts und diagonal manövrieren und sich so frei bewegen. Verlagert der Fahrer sein Gewicht, ermittelt der Neigungsdetektor des rollenden Hockers die gewünschte Fahrtrichtung und Geschwindigkeit. Eine weitere Option stellt die Touch-Panel-Steuerung über ein Smartphone oder andere Geräte dar.

Das Uni-Cub ist zweirädrig mit minimalem Radstand ausgelegt. Das Vorderrad verfügt über das Honda Omni Traction Drive mit einem in alle Richtungen fahrenden Radsystem. Das Hinterrad ist auch seitwärts beweglich und erleichtert damit das Wenden. Durch unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten von Vorder- und Hinterrad bei seitlichen Bewegungen kann sich das Uni-Cub in alle Richtungen bewegen und auch auf der Stelle drehen.

Die Hände werden zum Lenken nicht benötigt und bleiben für andere Tätigkeiten frei. Der Fahrer kann durch die niedrige Sitzhöhe von 745 bis 825 mm leicht die Füße auf den Boden setzen und ist auf Augenhöhe mit sich „per pedes“ fortbewegenden Fußgängern. Da der Elektro-Hocker die Umgebung des Fahrers wahrnimmt, kann er vom Fahrer so manövriert werden, dass dieser sich neben einer Person her oder mit ihr Hand in Hand bewegt.


Testläufe mit dem Uni-Cub wird
Honda ab Juni 2012 in Zusammenarbeit mit dem National Museum of Emerging Science and Innovation in Japan durchführen. Dabei sollen nicht nur die Einsatzfähigkeit des Uni-Cub in Innenräumen, sondern auch seine praktische Anwendung in unterschiedlichsten Umgebungen und in verschiedenen Ländern getestet werden.
Der elektrisch angetriebene Hocker erreicht mit seiner Lithium-Ionen-Batterie eine Höchstgeschwindigkeit von rund sechs Kilometern. Er soll eine Reichweite von etwa sechs Kilometern haben, was umgerechnet rund eine Stunde rumdüsen im Büro bedeuten dürfte. Da Fahrer und „Fahrzeug“ zusammen in etwa so breit sind (Abmessungen: 520 x 345 x 745 mm Länge x Breite x Höhe) wie eine gehende Person, dürfte auch der Einsatz in schmaleren Büro-Fluren möglich sein.

Jedenfalls, Thrombose und Co lassen grüßen!

Technische Daten des Uni-Cub:

Abmessungen: 520 x 345 x 745 mm (Länge x Breite x Höhe)

Sitzhöhe: 745 bis 825 mm

Batterie-Typ: Lithium-Ionen-Batterie

Maximale Geschwindigkeit: sechs km/h

Reichweite: sechs Kilometer