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Zubehör/Sonstiges

Emailleschilder

Zwischen Sammelobjekt und Wertanlage

Es ist kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts, als die ersten Emailleschilder an Geschäftshäusern und Bahnhöfen auftauchen. Mit bunten Motiven werben sie für Firmen wie Maggi, Dr. Oetker, Nivea und auch für MAN.

Der Zweite Weltkrieg bereitet dem Industriezweig der Emaillierwerke – in den 1930-er Jahren gibt es alleine in Deutschland über 300 Firmen – ein jähes Ende. Heute sind die Werbebotschaften von damals ausgesprochen begehrte Sammelobjekte. Je makelloser und seltener das Schild, desto höher ist sein Preis. Die Wertsteigerung der Liebhaberstücke lag in den vergangenen Jahren zwischen 30 und satten 100 Prozent. Eine Rendite, über die man sich am Aktienmarkt freuen würde. Bei einer Auktion von Micky Waue, einem der ältesten deutschen Emailleschilderhändler, wurden unlängst für ein MAN-Lkw-Schild, dessen Limit bei 6.000 Euro lag, gar 11.000 Euro geboten.