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Zubehör/Küche

Mo.T.I.S. von Remis

Von der Truckerkabine in den VW Bus

Mobiles Küchensystem

Auf dem Caravan Salon testete Remis die Reaktionen der Camper. Das Kölner Unternehmen zeigte in Düsseldorf den Prototyp eines mobilen Küchenblocks mit dem Namen Mo.T.I.S., geeignet für den VW Bus.

Die Abkürzung Mo.T.I.S. steht für Modular Truck Interior System, einen bereits im Jahre 2006 für die Kabinen der Mercedes-Benz Actros-Lkw entwickelten modularen Einrichtungsbaukasten, unter anderem mit Sanitäreinrichtung, Kocher und Kühlschrank. Jetzt will Remis mit dieser Technik aus "nackten" Kastenwagen kleine Reisemobile zaubern. Der Prototyp ist speziell auf den VW T5 zugeschnitten. Die komfortable und funktionale Erweiterung des Truck-Innenraums hat Remis konsequent auf die Platzverhältnisse des Kastenwagens umgestrickt. Herausgekommen ist dabei ein Küchenblock in modernem Style. mit praktischer Ausstattung, schlichter, aber dennoch außergewöhnlicher Form. Die Seitenwände sind aus Multiplex-Birke mit einer Kunststoffbeschichtung aus HPL gefertigt, aufgezogen auf einen Skelettrahmen aus versteiftem und gebogenem Aluminium. Dadurch ist der Block - relativ - leicht, stabil und robust. Remis hat dabei auch die hohen Sicherheitsanforderungen, etwa bei der Crash-Sicherheit, für das Truck-System ohne Einschränkungen für die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge übernommen.

Bei der Umgestaltung des Systems wurde an der Qualität nicht gespart. Eingesetzt werden Geräte aus der mobilen Küchentechnik. Auf kompaktem Raum ein Drei-Zonen-Kompressor-Kühlschrank mit einer Gefrierfachschublade, ein in die Schublade integrierter Kartuschen-Gaskocher, eine Spüle sowie eine automatische Wasserversorgung integriert. Sie erlaubt - ein Novum in dieser Fahrzeugklasse - mit einer eigenen Pumpe die Befüllung und Entleerung der Wassertanks, ohne dass Kanister geschleppt werden müssten. Mittels einer ausklappbaren, raupenähnlichen Konstruktion lässt sich der Frischwassertank etwa auch aus Quellen oder Bächen über den Tankschlauch füllen.

Damit taugt Mo.T.I.S. für die mobile und sportliche Zielgruppe, etwa für den Kitesurf-Kurztrip oder das Mountainbike-Wochenende. Mit wenigen Handgriffen kann das Modul sicher eingebaut werden. Sollte das Mo.T.I.S. Modulsystem in Serie produziert werden, dürfte mit einem Preis von über 3.000 Euro zu rechnen sein. Geplant ist dann auch die Produktion für andere Basisfahrzeuge, etwa von Fiat, Peugeot, Citroen oder Mercedes.

Quelle: Gerhard Prien