ADVENTUREMEDIA4U

Zubehör/Elektrik

Brunton Solar

Sonne tanken

Strom aus Sonnenlicht erzeugen, ein wahr gewordener Traum. Auch unterwegs wird auf Expeditionen und Reisen Sonnenenergie getankt. Die amerikanische Firma
Brunton ist für hochwertige Ferngläser bekannt – und liefert jetzt auch Solarzellen.

Die auf die Erde einwirkende Sonnenenergie ist seit Beginn der Messungen
annähernd konstant geblieben. Aber das, was als nutzbare Solarenergie auf der Erdoberfläche ankommt, unterliegt permanenten Schwankungen. Für einen guten Wirkungsgrad trotz variierendem Sonnenstand, Wolkendecken oder teilweise reflektierenden Glasscheiben nutzt Brunton bei der Herstellung seiner Solarmodule verschiedener Technologien. Der Hersteller bietet nach eigenen Angaben als einziger Hersteller mobiler Solarpanels Zellen aus amorphem und aus polykristallinem Silizium sowie CIGS-Zellen an.

Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von erzeugter elektrischer Leistung zur Leistung
der Globalstrahlung, welche die gesamte auf einer ebenen Fläche (= Solarzelle) auftreffende Solarstrahlung bezeichnet. Der Wirkungsgrad berücksichtigt auch die sich verändernde Sonneneinstrahlung durch Wolken oder den Sonnenstand.

Neben dem Wirkungsgrad der Zellen legt Brunton Wert auf hohe Outdoor-Tauglichkeit. Denn was nutzt die leistungsfähigste Zelle, wenn sie den Anforderungen des familiären Camping-Trips oder der Sahara-Fahrt nicht standhält?

Polykristalline Zellen aus polykristallinem Silizium liefern bei direkter Sonneneinstrahlung die höchste Energieausbeute – bei einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Doch die Leistung der typisch blauschwarz schimmernden Zellen fällt bei diffusem Licht und wolkenverhangenem Himmel ab. Daher eignen sich polykristalline Solarzellen etwa für den Einsatz in Regionen und Jahreszeiten mit einer hohen Anzahl von Sonnenstunden. Sie sind allerdings nicht flexibel und eignen sich daher eher für den festen Einbau auf Fahrzeugen, Booten oder Häusern.

Amorphe Solarzellen aus amorphem Silizium bieten annähernd gleich bleibende
Stromausbeute bei indirektem und diffusem Licht wie auch bei direkter
Sonneneinstrahlung. Sie liefern zwar bei praller Sonne deutlich weniger Strom als polykristalline Zellen, ihre Leistung fällt aber bei wolkenbedecktem Himmel oder Dämmerung nicht so stark ab. So kann – zumindest tagsüber – die
Energieversorgung dauerhaft aufrechterhalten werden. Und mit amorphem Silizium lassen sich auch flexible Panels bauen.

Bei den CIGS-Zellen steht CIGS für Kupfer, Indium, Gallium und Schwefel bzw. Selen. CIGS-Zellen erzeugen bei direkter Sonneneinstrahlung relativ viel Strom, ohne bei schwächer werdendem Licht stark nachzulassen. Außerdem sind extrem dünne und flexible Solarmodule möglich. Größter Nachteil: Der Preis. Die CIGS-Zellen von Brunton lassen sich auf einen Bruchteil ihrer Größe zusammenfalten und somit leicht transportieren.

Ein Beispiel ist das Modell Solaris 12. Es ist zusammengelegt gerade einmal 23 x 13 x 3,8 cm groß und bringt bis zu 12 Watt Leistung. Mit einem 12 V-Anschluss lassen sich mit dem Solaris 12 Camcorder, Digitalkameras und Laptops laden, über ein
spezielles Autoladekabels auch direkt die Autobatterie. Eine eingebaute Sperrdiode verhindert die unbeabsichtigte Entladung der Akkus. Um höheren Strombedarf zu decken, können mehrere Panels verbunden werden. Preis des 312 Gramm wiegenden
Panels: 395 Euro. Weitere Infos: www.Brunton.com.

Quelle: Gerhard Prien