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Reisemobile/Sonstige

Westfalia auf Sanierungskurs

Westfalia auf Sanierungskurs

Der Hersteller der Reisemobile von Westfalia-Reisemobile (www.westfalia-van.de), die CVC Camping Van Conversion GmbH (CVC), ist nach eigenen Aussagen „auf Sanierungskurs“. Das Insolvenzverfahren soll „zu einer nachhaltigen Neuaufstellung“ genutzt werden. Dafür seien wichtige Voraussetzungen geschaffen worden. Nachdem das Unternehmen am 27. Januar 2010 Insolvenzantrag gestellt hat, sollen Mercedes, Opel, Ford und Fiat ihre Unterstützung bei der Restrukturierung des traditionsreichen Reisemobil-Herstellers zugesagt haben. „Die Produktion läuft in vollem Umfang weiter“, so der vorläufige Insolvenzverwalter Rainer Eckert von der Kanzlei Eckert Rechtsanwälte.

CVC produziert für seine Partner verschiedene Modelle wie den Viano Marco Polo, Ford Transit Nugget oder den Opel Vivaro Life. Die Autohersteller haben sowohl die Lieferung der Basisfahrzeuge als auch die Abnahme fertiger Modelle zugesagt.

„Die Unterstützung der OEM-Partner zeigt deutlich das Vertrauen der Hersteller in die Zukunft des Unternehmens und der Marke Westfalia“, so Rainer Eckert. „Hierzu zählt auch, dass Entwicklungspartnerschaften, wie sie beispielsweise mit Fiat bestehen, wie geplant fortgeführt werden.“ Bereits in wenigen Monaten soll ein neues Westfalia-Modell auf Basis des Fiat Ducato kommen, die Entwicklung des Prototyps laufe auf Hochtouren weiter, heisst es aus Rheda-Wiedenbrück.

Neben den OEM-Partnern haben auch die Hauptlieferanten ihre Unterstützung zugesagt. Nach dem Einbruch im ersten Halbjahr 2009 halte sich der Auftragseingang inzwischen auf einem konstanten Niveau. Die Gehaltszahlungen für die rund 170 Mitarbeiter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.

Mit dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat auch die Suche nach einem geeigneten Investor begonnen: „Wir werden in Kürze mit potenziellen Interessenten Kontakt aufnehmen“, erklärte Eckert. Den Zuschlag soll ein Investor mit einem tragfähigen Zukunftskonzept erhalten.

Quelle: Gerhard Prien