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Reisemobile/Sonstige

GeoCar Reisemobilschmiede

Small is beautiful

Kompakte, flotte Mini-Reisemobile, preiswert und alltagstauglich, gehören zur Modellpalette von GeoCar. Das Urmodell des „Minicampers“ auf der Basis des Citroen Berlingo II oder des weitgehend baugleichen Peugeot Partner II war das erste Modell des Unternehmens. Heute firmiert die Reisemobilschmiede aus dem Hunsrück unter dem Namen GeoCar. Die kleinen Alkovenmodelle werden nach wie vor angeboten, für nachträgliche Umbauten auf der Basis gebrauchter Fahrzeuge.

Inzwischen hat das Team von GeoCar sein Angebot zu einer interessanten Produktpalette ausgeweitet. Neben Alkovenmodellen auf der Basis des VW Caddy, des Dacia Pick-Up oder Citroen Berlingo III sind absetzbare Wohnkabinen für ausgewählte Pick-Ups (wie Nissan Navare, Mitsubishi L 200, Ford Ranger oder Toyota Hilux) im Programm. Während der Minicamper noch konsequent für zwei Personen konzipiert war, sind die neuen „Nasenbären“ und Wohnkabinen von bis zu vier Personen nutzbar.

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Die Aufbauten werden als Monocoque aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GfK).gefertigt. Die Technik stammt aus dem Rennsport. Unter einem Monocoque versteht man ein Chassis, das die Vorderachse mit dem vor der Hinterachse angeordneten Motor verbindet. Der Fahrer sitzt im Monocoque, Moto rund Getriebe sind tragende Element des Wagens. Auch Hinterachsaufhängung und Heckflügel sind am Monocoque befestigt.

Das in einschaliger Bauweise gefertigte Monocoque stellt die tragende Struktur des Fahrzeugs dar. Die weitgehend geschlossene Außenhaut nimmt die meisten auftretenden Kräfte auf. Die aufwändig zu fertigenden Monocoques sind leicht und Verwindungssteif. Die neuen, in Monocoque-Bauweise gefertigten Wohnkabinen von GeoCar sind großzügiger geschnitten als die Aufbauten des Minicampers. Konsequenterweise heißen sie schlicht „Camper“, ohne voran gestelltes „Mini“. Sie bieten mehr Stauraum und Schlafplätze für bis zu vier Personen. Der vergrößerte Alkoven bietet Platz für zwei Schläfer (Liegefläche 2.000 x 1.550 mm). Die Doppel-Dinette auf der Fahrerseite wird durch eine Längssitzbank auf der Beifahrerseite ergänzt. Der Camper kann mit zwei Einzelbetten ( je 1.750 x 750 mm Liegefläche) oder einem Doppelbett (2.000 x 1.450 mm) aufwarten. Serienausstattung sind zwei Sitz- und Schlafplätze. Zwei weitere Sitzplätze mit Gurtgestellen im Wohnaufbau (1,450 Euro je Sitz) und die beiden Alkovenbetten (1.480 Euro) gibt es optional. Den Wohnbereich betritt man durch die mittig angeordnete Hecktür, links findet sich der Kleiderschrank, rechts der Küchenblock. Auf Basis der Berlingo III ist der Camper 5.290 mm lang, 2.450 mm hoch und 1.850 mm breit. Innen gibt es eine Stehhöhe zwischen 1.800 und 1.980 mm. Leer soll der Camper auf Berlingo-Basis 1.645 Kilogramm wiegen, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 2.230 Kilogramm. Zur reisemobilen Ausstattung gehören Frisch- und Abwassertank (ab je 20 Liter Inhalt), eine zwei Kilo Gasflasche, Zweiflamm-Kocher mit Spüle sowie ein 60 Liter fassender Kühlschrank. Zur Serienausstattung gehören drei Ausstellfenster und eine Dachhaube sowie 230 V Einspeisung, Ladegerät und 92 Ah-Akku. Eine kraftstoffbetriebene Standheizung (1.450 Euro) steht ebenso wie eine Klimaanlage, Leder- oder Velourspolster in der Aufpreisliste. Der Umbau eines Berlingo III ist ab 16,500 Euro zu haben.

Quelle: Gerhard Prien