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Reisemobile/Sonstige

Die Firmengeschichte von Bürstner

Die Europäer

Eines der traditionsreichsten Unternehmen in der Fertigung von Freizeit-Fahrzeugen ist die Bürstner GmbH in Kehl bei Straßburg, seit Jahrzehnten erfolgreich in diesem Bereich. Lange Jahre prägt das Unternehmen der langjährige Firmenchef Gerhart Bürstner, der bereits recht frühzeitig eine europäische Ausrichtung verfolgt. Seine Nachfolger setzen diesen Kurs konsequent weiter fort.

Von der Holzverarbeitung zum Bau von Fahrzeugen

Bürstner hat schon lange Jahre und Jahrzehnte Erfahrung in der holzverarbeitenden Industrie, aber noch denkt niemand an den Bau von Wohnwagen oder gar Reisemobilen. Die Anfänge des Unternehmens liegen im Jahr 1924, damals wird die Großschreinerei im badischen Kehl-Neumühl von Jakob Bürstner als Groß- und Bauschreinerei gegründet. Später geht aus diesem Unternehmen einer der bedeutendsten Wohnwagen- und Wohnmobilhersteller Europas hervor. Zum damaligen Zeitpunkt ist das allerdings nicht einmal zu ahnen.

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Steigende Umsätze und somit auch Mitarbeiterzahlen bedingen einen Wechsel der Unternehmensform. So wird im Jahre 1953 die Jakob Bürstner KG gegründet, fünf Jahre später startet man in Kehl mit der Wohnwagenfertigung. Die ist zu Anfang noch eher bescheiden, mehr Manufaktur denn Produktion am Fließband. Die Caravans werden zunächst in kompletter Einzelfertigung und vollständiger Handarbeit gebaut, alles ist noch weit entfernt vom industrieller Großserienfertigung. Im Jahre 1961 erweitert das Unternehmen die Produktion - die Nachfrage nach einem Bürstner ist ausgesprochen rege, das Interesse groß. Bürstner ist dabei, als der erste Caravan Salon in Essen seine Tore öffnet und stellt seine Caravans dort dem staunenden Publikum vor. Der Kunde muss seinen Caravan zunächst noch direkt im Werk abholen, oder beim einzigen Händler, der gemeinsam mit dem Werksverkauf die Interessenten und Käufer betreut.
 
Im Herbst 1968 zerstört ein Großbrand nahezu das gesamte Werk. Willi Gérard springt in die Bresche, erteilt Gerhart Bürstner einen Auftrag über 20 Wohnwagen, und: Er zahlt bar und im Voraus. Dadurch kann eine Finanzlücke, entstanden durch Unterversicherung, geschlossen und die Produktion wieder aufgenommen werden.

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Erster Schritt über die Grenze

Anfang der 1970-er Jahre, genau am 1. Januar 1973, wird die Bürstner GmbH, ebenfalls mit Sitz in Kehl, gegründet. Das ist gewissermaßen die Geburtsstunde des heutigen Unternehmens. Drei Jahre später überschreitet die Firma die deutsche Grenze und geht nach Frankreich, was nicht nur im Wortsinne „nahe liegt“. Die ausgesprochen positive Entwicklung des Unternehmens macht die schnelle Erweiterung des Firmengeländes notwendig, die dazu erforderlichen Flächen findet man im benachbarten Elsass. Dort beginnt man mit der neu gegründeten Bürstner S.A. France in Wissembourg die Fertigung der Modellreihen Club, City und Lux. Damit steht Bürstner, wo man nicht nur technologische, sondern auch geographische Grenzen überwinden will, das Tor nach Europa weit offen, nun schon seit mehr als drei Jahrzehnten. Der französische Standort hat sich mittlerweile zu einer hochmodernen Fertigung für Möbel, Caravans und Reisemobile entwickelt. Rund 450 Mitarbeiter beschäftigt Bürstner in Frankreich, wo das Unternehmen – ebenso wie bei uns in Deutschland – als einheimischer Hersteller gilt.
 
Die achtziger Jahre stehen für Bürstner voll im Zeichen großer Investitionen. Rund 17 Millionen Mark werden in den drei Jahren von 1983 bis 1986 für Grundstücke, neue Gebäude, Maschinen und EDV-Anlagen investiert. Das Resultat der finanziellen Anstrengungen ist eine Produktionsanlage, mit der Bürstner den Erfordernissen des Markts gerecht werden kann. Mit gut 17.000 Einheiten ist die Firma in der Folge im Jahre 1985 – Tusch – der größte europäische Wohnwagenhersteller. Zusätzlich wurden 350 Mobilheime gefertigt.

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Wohnmobile, Expansion und die Öffnung nach Osten

Mit dem 1. Juli 1986 beginnt bei Bürstner, ähnlich wie bei vielen anderen Wohnwagenherstellern auch, das Zeitalter des Wohnmobils. Rund 500 Reisemobile wurden noch im selben Jahr abgesetzt – mehr als nur ein Achtungserfolg, sondern ein gelungener Einstieg in den neuen Markt. Der Gesamtumsatz liegt bei etwa 190 Millionen Mark, erwirtschaftet von mittlerweile über 700 Mitarbeitern. Um der großen Nachfrage nach Wohnmobilen begegnen zu können, beginnt man im Februar 1987 mit dem Bau einer neuen Montagehalle für die Motorcaravans. Zeitgleich wird das Werk in Wissembourg erweitert. Ein Vierteljahr später steht der Kauf eines neuen Werks mit einem Produktionsbereich von 75.000 Quadratmetern an, im Juli 1987 siedelt die komplette Produktion in das neue Werk Kehl Hafen um. Von der dort zur Verfügung stehenden Fläche von annähernd 400.000 Quadratmetern sind rund 62.000 überdacht. Die Investitionen zahlen sich aus, der Jahresumsatz für 1988 liegt bei rund 250 Millionen Mark.
 
Die Nummer Eins in Europa
 
Ein neues Reisemobil-Band läuft am 1. Januar 1989 in Kehl-Neumühl an, zwei Monate später steigt Bürstner unter der Bezeichnung Bürstner-line ins Zubehörgeschäft ein. Über 20.000 Einheiten Wohnwagen, Reisemobile und Mobilheime verlassen im Jahr 1989 die Montagebänder. Mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 13 Prozent ist Bürstner mittlerweile Europas größer Hersteller. In Deutschland liegt das Unternehmen auf Platz zwei der Zulassungsstatistik, in Frankreich sogar auf Platz eins. Über 300 Millionen Umsatz werden erwirtschaftet, getragen von einem Netz von über 400 Fachhändlern in insgesamt 17 europäischen Staaten.
 
Die 1990-er Jahre bringen – auch für Bürstner – die Öffnung nach Osten. In der ehemaligen DDR, in Ungarn, der CSFR und Polen baut das Unternehmen Händlernetze auf, die dortige Bevölkerung will die neu gewonnene Reisefreiheit nutzen. Bereits Mitte 1992 ist Bürstner in den neuen Bundesländern mit 20 Stationen präsent und damit zahlenmäßig ebenso gut wie in Spanien vertreten. Damit ist – wieder einmal – eine neue Ära der Bürstner-Präsenz eingeleitet.
 
Unter der Bezeichnung Bürstner Cargo ergänzt ein weiterer Produktbereich die Lieferpalette. Der Hersteller mischt damit erstmals offensiv im Segment der Nutzfahrzeuge mit und bietet Verkaufsanhänger sowie Spezialtransporter an. Mit diesen beteiligt sich Bürstner an einer Ausschreibung der Deutschen Bundespost, die ein neues Auslieferungsfahrzeug für ihren Paketdienst sucht.

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Abschied vom reinen Familienunternehmen

Das Jahr 1992 bringt wichtige Veränderungen im Management. Im September tritt Dr. Holger W. Siebert – heute bei Eura in Sprendlingen tätig – als Geschäftsführer in das Unternehmen ein. Im Dezember zieht sich die Familie Bürstner weitgehend aus der Firmenleitung zurück. Der Senior, Gerhart Bürstner, gibt seine Position als Geschäftsführer auf, sein Sohn verlässt den Posten als Produktionsleiter, der Industrielle Dr. Otto Happel übernimmt das Unternehmen. Die neue Führungsmannschaft um Dr. Siebert besteht aus Peter Bajak, der von einem bekannten Reisemobilhersteller ins Unternehmen Bürstner wechselte und sich dort um Marketing und Vertrieb kümmert. Im Finanzwesen ist Heinz-Werner Breuer der neue Mann, Wolf Zeidler ist zuständig für Entwicklung sowie Konstruktion, Hans-Jörg Deschler leitet den Einkauf. Mit dem Team sind die Weichen für die nächsten Jahre gestellt, die Bürstner neue Chancen in einem europäischen Binnenmarkt eröffnen. Dr. Holger Siebert bleibt bis Anfang 1996 Geschäftsführer bei Bürstner.

So hat sich Bürstner, hervorgegangen aus einem Handwerksbetrieb, im Reisemobilbereich – mit einem Jahresausstoß von über 3.000 Einheiten – zu einem der bedeutendsten Hersteller überhaupt gemausert. Über 250.000 Kunden haben zu diesem Zeitpunkt seit Produktionsbeginn Freizeitfahrzeuge des Herstellers aus Kehl erworben. Die Produktpalette ist üppig: 46 verschiedene Wohnwagen sind im Programm, ergänzt durch ein Angebot von 26 Wohnmobilen. In der T-Klasse stehen acht verschiedene Teilintegrierte zum Kampf um Marktanteile bereit. Allesamt basierend auf dem Euro-Chassis und mit Alko-Tiefrahmen versehen. Die Einsteigermodelle in der A-Klasse der Nasenbären bilden zwei Aufbauten auf Fiat Talento, die dank Alko-Chassis ein zulässiges Gesamtgewicht von 2,6 Tonnen und damit praxisgerechte Zuladungskapazität bieten. Die Mittelklasse stellen zwölf Mobile auf Basis von Fiat-, Peugeot- oder Citroën-Chassis dar. Die Oberklasse wird bei Bürstner durch die Modelle A 580 bzw. A 660 bis A 720, basierend auf dem Iveco Turbo-Daily mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 bzw. 4,2 Tonnen nach oben abgerundet.

Das Jahr 1998 bringt einen Umbruch für Bürstner. Erwin Hymer steigt bei den Kehlern ein, die Hymer AG übernimmt das Unternehmen, das stetig weiter wächst und auf dem Markt expandiert.

Im Jahre 2004 wird am Produktionsstandort in Kehl-Neumühl ein neu erbautes Kunden-Service-Center eingeweiht, 4,5 Millionen Euro hat das Unternehmen dafür investiert. Auf einem Areal von rund 15.000 Quadratmetern Fläche (rund 3.000 Quadratmeter bietet das Gebäude selbst) können die Kunden nun unter ganz neuen, optimalen Bedingungen betreut, kleinere Reparaturen am Fahrzeug sofort erledigt werden. Unter der Leitung von Wilfried Leupolz sind 60 Mitarbeiter im Service-Center tätig, 22 Arbeitsstationen stehen für die Arbeiten an den Fahrzeugen zur Verfügung, ein angegliedertes Ersatzteillager sorgt für schnelle Abwicklung bei Servicearbeiten. Klaus-Peter Bolz, Geschäftsführer von Bürstner, beschreibt die Motivation für den Neubau so: „„Wir wollen, dass unsere Kunden noch zufriedener sind“. Verlaufen will man auch, also ist eine Ausstellung von diverser Freizeitfahrzeuge von Bürstner im Gebäude integriert. Zusätzlich gibt es 15 Stellplätze sowie eine Kunden-Cafeteria und Schulungsräume. Bürstner bietet bei den Reisemobilen mittlerweile neun, bei den Caravans drei Baureihen an, hinzu kommen sieben verschiedene Mobilheime, angepasst an die Anforderungen der unterschiedlichen Märkte.
 
Im Frühjahr 2005 erhält Bürstner im Rahmen der CMT in Stuttgart den Sicherheits-Preis des Deutschen Camping-Club e.V. für den Bürstner Ventana 460 TS. Die Caravan-Experten loben besonders die Verarbeitung, das Design und die hohe Zuladung.

Für den Modelljahrgang 2006 bricht Bürstner mit einer alten Gewohnheit, den aus Buchstaben und Zahlenkombinationen bestehenden Typbezeichnungen. An deren Stelle treten „echte“ Namen. Als Einsteigermodelle dienen die Modellreihe Marano (Teilintegrierte) und Aviano (Integrierte). Die bisherigen A-Modelle (Alkoven) hören auf den Namen Levanto, die Nasenbären mit doppeltem Boden (früher A-2) heißen Argos, weitere Teilintegrierte gehen mit dem Namen Solano an den Start.

Das Jahr 2006 ist geprägt durch den Modellwechsel bei den Basisfahrzeug-Herstellern, auch bei Bürstner wird geschuftet, um die neuen Reisemobile passend zu den neuen Transporter zu stylen und zu designen. Im Jahre 2007 arbeitet Bürstner mit rund 350 Händlern zusammen, im Geschäftsjahr
2006/06 konnte ein Umsatz von 278 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Ins Modelljahr 2008 geht man mit gestraffter Modellpalette, Renault wird als Basisfahrzeug für Bürstner-Mobile aus dem Programm genommen, der Mercedes Sprinter bleibt weiterhin außen vor. Dazu der begeisterte Motorradfahrer Klaus-Peter Bolz: „Da ist die Zuladung für unsere Zwecke einfach zu gering“. Im Reisemobil-Segment haben sich die Kehler also derzeit auf Fiat, Ford und Iveco beschränkt – eine Rückkehr zur Marke mit dem Stern und zu den Franzosen ist allerdings ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Das ist man ja schon der Firmentradition und der europäischen Ausrichtung schuldig.

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Das Unternehmen

Bürstner ist seit 1960 Hersteller von Freizeitfahrzeugen wie Caravans, Reisemobilen und Mobilhomes und produziert die Fahrzeuge in Kehl am Rhein und im benachbarten Elsass, in Wissembourg. Dort beginnt im Jahre 1976 die Produktion von Caravans.

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Die Firmengeschichte

1924
Die Groß- und Bauschreinerei des Jakob Bürstner nimmt im badischen Kehl-Neumühl ihren Betrieb auf.
 
1953
Die Schreinerei firmiert um und wird zur Jakob Bürstner KG.
 
1958
Der Einstieg in die Welt des Caravaning. Der Delfin überzeugt, Ende der 50er Jahre beginnt bei Bürstner der Bau der ersten Wohnwagen in Einzelfertigung. Ganz neu waren die rollenden Unterkünfte nicht, denn die ersten Wohnautos wurden schon in den 30er Jahren hergestellt. Das Interesse an Bürstner-Wohnwagen nimmt stetig zu, 1961 wird die Produktion erweitert.
 
1973
Die Geburtsstunde des heutigen Herstellers von Freizeitfahrzeugen schlägt mit der Gründung der Bürstner GmbH am 1. Januar 1973. Die positive Entwicklung forderte relativ schnell zusätzliche Produktionsflächen.
 
1976
Auf der Suche nach zusätzlichen Produktionsflächen wird man 1976 im elsässischen Wissembourg fündig, dort kann Bürstner eine ehemalige Schreinerei und Möbelfabrikation kaufen. Mit Besiegelung des Kaufvertrages wird die Bürstner SA gegründet. Die Ausrichtung weg vom rein deutschen – hin zum europäischen Hersteller – nimmt damit erste Formen an. Der Markterfolg beschert ein kräftiges Wachstum. Wurden 1977 noch 8.500 Einheiten (Umsatz: ca. 35,1 Mio. Euro) produziert, steigert sich diese Zahl kontinuierlich auf 15.000 Einheiten im Jahr 1982 (Umsatz: 74,3 Mio. Euro). Aufgrund der Standortprobleme in Neumühl, mit den fehlenden, jedoch dringend benötigten Produktionsflächen, geht man abermals auf die Suche. Unweit stößt man auf eine Anlage im Kehler Hafen, die bis dahin für die Herstellung von Holztüren verwendet wurde. Die Modellpalette wird um den Lux, gedacht für anspruchsvolle Caravaner, erweitert.
 
1986
Verlagerung eines Teils der Fertigung in den Kehler Hafen. Das erste Bürstner Reisemobil kommt auf den Markt, ein Alkovenmodell.
 
1988
Bürstner startet die Erfolgsgeschichte der Teilintegrierten T-Modelle.
 
1989
Mit rund 1.150 Mitarbeitern werden an zwei Standorten an die 20.000 Einheiten produziert. Der Umsatz erreichte über 156 Mio. Euro. Das erste Bürstner Reisemobil, ein Alkovenmobil, kommt auf den Markt.
 
1993
Der drastische Nachfragerückgang im Gesamtmarkt Anfang der 90er Jahre geht auch an Bürstner nicht spurlos vorbei. Nur durch die Übernahme eines Investors und das gleichzeitigen Ausscheiden der Familie Bürstner im Jahr 1993 kann das Unternehmen vor dem Konkurs gerettet werden. Welches Potential im Unternehmen und seinen Mitarbeitern steckt zeigt sich bereits ein Jahr später, als man wieder 8.500 Einheiten produziert und mit rund 520 Mitarbeitern einen Umsatz von 76,7 Mio. Euro (ca. 150 Mio. DM) erwirtschaftet.
 
1996
Alle deutschen Unternehmensbereiche werden am Standort im Kehler Rheinhafen konzentriert. Die Landzunge zwischen Rhein und Hafenbecken stellt sich als strategisch klug ausgewählter Standort da. Durch die Lage ist man gezwungen, den Produktionsablauf dem idealen Materialfluss anzupassen. Das erste I-Modell kommt auf den Markt und markiert Bürstners Einstieg bei den Integrierten und damit in die reisemobile Oberklasse.
 
1998
Am 1. Februar beginnt mit der Übernahme durch die Hymer AG ein neues Kapitel. Schon zwei Jahre später steuert Bürstner eine Produktion von 11.000 Einheiten und einen Umsatz von 148,2 Millionen Euro (290 Millionen DM) zum Gesamtergebnis bei. Die Mitarbeiterzahl steigt auf 710. Einen Meilenstein stellt die Produktion des Alkovenmodells A747-2 da. Bürstner bewegt sich nun in der gehobenen Klasse des Reisemobilbaus.
 
2001
Der T-Avantgarde setzt die Vorteile des Teilintegrierten auf besonders anspruchsvolle Weise um.
 
2002
Die Investitionen der letzten Jahre in beide Werke legen den Grundstock für eine Produktion, die für unterschiedliche Märkte weiterhin zu wettbewerbsfähigen Bedingungen betrieben werden kann. Die Neuauflage der Integrierten Baureihe I-Elegance und der Einführung einer neuen Reisemobilklasse durch das teilintegrierte T-Avantgarde- Modell markiert Bürstners Einstieg in die Oberklasse. Aus bescheidenen Anfängen hat sich das Unternehmen zu einem der führenden Hersteller der Caravaning Branche entwickelt. 900 Mitarbeiter erwirtschaften im Geschäftsjahr 2002/03 rund 215 Mio. Euro.
Im Juli 2002 steigt Bürstner mit einer 60-prozentigen Beteiligung bei Euro-Concept ein, einem französischen Mobilheim-Hersteller. Knapp zwei Jahre später, im April 2004, übernehmen die Kehler das Unternehmen Euro-Concept ganz. Bereits im ersten Jahr der Mehrheitsbeteiligung steigerte Bürstner die Produktion durch eine Investition von 300.000 Euro von 200 auf 350 Mobilheime.
 
2003
Mit dem Delfin stellt Bürstner ein im Design mutiges Fahrzeug vor, als erster namhafter Hersteller führt Bürstner den Renault Master II ein.
 
2004
Am ehemaligen Produktionsstandort in Kehl-Neumühl weihen die beiden Geschäftsführer Klaus-Peter Bolz und Heinz-Werner Breuer das neugeschaffene Kunden-Service-Center auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern ein.
 
2005
Bürstner präsentiert auf dem Caravan-Salon,Düsseldorf eine neue Kategorie der Freizeitfahrzeuge. Mit dem Mega Van IT 675, einem Teilintegrierten auf Basis des Renault Master-Chassis, bietet ein T-Modell in der 3,5 Tonnen-Klasse erstmals Schlaf - und Sitzplätze für vier Erwachsene.
 
2006
Bürstner bietet ein zusätzliches „Bonbon“, eine (nach Erstzulassung) einjährige Mobilitätsgarantie, Bürstner Assistance, die dann einspringt, wenn das Fahrzeug liegen bleibt.
 
2007
Zur CMT in Stuttgart feiert Bürstner die Premiere des neuen Nexxo-Modells. Damit kommt erstmals in der jüngeren Geschichte der Traditionsmarke wieder ein Ford als Basisfahrzeug zum Einsatz. Der Nexxo ist 6,72 Meter lang und 2,3 Meter breit, der Preis des Teilintegrierten beginnt bei 38.950,- Euro.
Im Juli treffen sich im baden-württembergischen Bad Schönborn Bürstner-Eigner zur Gründungsversammlung, die Besatzungen der 20 Reisemobile rufen den Wohnmobilclub Bürstner Eignerkreis ins Leben. Der Club verzichtet bewusst auf feste Vereinsstrukturen, man versteht sich als lockere Verbindung. Für Informationen: Wolfgang Starke, Tel. 06151/61350, e-Mail: heckens17de@freenet.de.
 

Fotos: Werk, Archiv Prien