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Reisemobile/Kastenwagen

Joko-Wohnmobile

Holz-Hütten: Reisemobile mit Naturholz-Möbeln

Die Reisemobil-Branche ist derzeit arg gebeutelt. Umsatzeinbrüche von rund einem Drittel haben beinahe alle großen Serienhersteller getroffen. Etwas besser stehen kleinere Firmen da, vor allem solche, die nach Kundenwunsch fertigen. Wie etwa Joko-Wohnmobile.

Firmenchef Jürgen Kondmann fertigt in Bergisch-Gladbach, vor den Toren Kölns gelegen, Campingbusse auf der Basis von Kastenwagen. Für die eigenen Modellreihen kommen speziell der Fiat Ducato und seine Brüder Citroen Jumper und Peugeot Boxer zum Einsatz. Für das beliebte Basisfahrzeug gibt es bei Joko vier in Kleinserie gefertigte Modelle, alle in Außenlängen von 541 bzw. 599 cm lieferbar.

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Damit liegen die Fahrzeuge, die alle über eine Nasszelle verfügen, in der aktuell besonders beliebten Klasse der ausgebauten Kastenwagen mit einer Gesamtlänge von bis zu sechs Meter. Mit 205 cm Breite sind die Fahrzeuge auch in engen Innenstädten recht problemlos zu bewegen. Die beiden Baureihen Joko 420 und 480 sind in vier bzw. drei Grundriss-Varianten zu bekommen, beim 420er ist sogar eine Version mit Hundebox dabei. Die Modelle Joko 310 und 390 gibt es lediglich in je einer Variante.

Die Kastenwagen-Ausbauten aus dem Rheinland sind für die Nutzung durch zwei bis vier Personen konzipiert und ausgestattet.
Die unterschiedlichen Versionen bieten dem reisenden Paar je nach Wunsch ein fest installiertes Doppelbett oder zwei Einzelbetten, mit Etagenbetten werden die Mobile familienfreundlich und für den Urlaub mit Kind(ern) und Kegel tauglich. Die Besonderheit der Joko-Mobile sind ihre Ausbauten, die in einer Schreiner-Werkstatt entstehen. Auf dem Gelände einer ehemaligen Papierfabrik fertigt Kondmann mit seinem Team Einrichtungen aus Naturholz mit geölten und gewachsten Oberflächen. Lediglich die Arbeitsflächen im Küchenbereich und im Bad werden mit Lack zusätzlich widerstandfähiger gemacht. Stück für Stück wird der Möbelbau in der hauseigenen Schreinerei aus echtholzfurnierten Möbelhölzern gefertigt, die Wahl des Holzes bestimmt der Kunde. Zusammen mit dem Boden aus zweifach versiegeltem Naturkork verleiht das Holz den Innenräumen einen wohnlichen, behaglichen Charakter. Den schätzen offenbar immer mehr Kunden, die von Reisemobilen im Plastik-Look die Nase voll haben. Naturmaterial ist in, das merkt auch Kondmann, zu dem vermehrt Interessenten mit eigenen Grundriss-Vorstellungen kommen. Denen liefert der Joko-Chef dann Individual-Ausbauten, ganz nach Kundenwunsch gestaltet und auf die Bedürfnisse der künftigen Besitzer angepasst. Das gilt bei den Serien-Modellen und den individuellen Sonderanfertigungen sowohl für die Wahl der Möbelhölzer, der Polsterstoffe und der Vorhangsmaterialien als auch für die verbaute Technik. So verbaut Kondmann nicht nur Gasflaschen für die Energiezufuhr von Kocher, Kühlschrank oder Heizung, sondern auch Gastanks. Realisieren lassen sich auf Kundenwunsch auch komplett „gasfreie“ Fahrzeuge, in denen Kompressor-Kühlschrank (plus Solaranlage) sowie mit Diesel betriebene Kocher und Heizungen zum Einsatz kommen können.
Ein besonderes Angebot der Rheinländer: Sie fertigen die Reisemobil-Einbauten auch für gebrauchte Basisfahrzeuge.
Doch Kondmann hat festgestellt, dass seine Klientel durchaus finanzkräftig ist und auch vom Basisfahrzeug eigene Vorstellungen hat. So wird vermutlich in kurzer Zeit auch der Mercedes-Benz Sprinter als zusätzliche Alternative ins Lieferprogramm aufgenommen werden. Für all jene Kunden, die gerne gut „besternt“ und mit wohnlichem Holzausbau die schönsten Tage des Jahres auf Reisen genießen wollen.

Der Hersteller:
Joko Wohnmobil


Quelle: Gerhard Prien