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Motorrad/Roller

Yamaha TMAX

Härter und sportlicher

Mehr TMAX als je zuvor soll die 2012er Version des Flaggschiffs im Rollerprogramm von Yamaha bieten. Der Maxi-Scooter TMAX ist kantiger designt als sein Vorgängermodell, er schaut aggressiver und dynamischer aus.

Unter der Verkleidung des 2012-er TMAX steckt ein optimierter, leichter Aluminium-Rahmen und ein Motor mit 530 ccm Hubraum. Yamaha hat Handling und Stabilität verbessert und an der Gewichtsverteilung gearbeitet. Der TMAX soll jetzt im Fahrverhalten noch mehr einem Motorrad gleichen.

Der TMAX kam im Jahr 2001 auf den Markt – und begründete nach Auffassung von Yamaha das Segment der Sport Maxi-Scooter. Mit dem TMAX wollten die Japaner Leistung, Handling und Geschwindigkeit eines Motorrads mit der Bedienungsfreundlichkeit und dem praktischen Nutzen eines Maxi-Rollers verbinden. Unter der Woche dient der Groß-Roller als Transportmittel mit Spaßfaktor, am Wochenende taugt er – auch mit zwei Personen besetzt – für den Kurzurlaub. Der TMAX wurde seit seiner Vorstellung 2001 weiterentwickelt, blieb aber seinem Grundkonzept treu: Der Verbindung von Motorradleistung mit Rollerkomfort.

Herz des 2012-er TMAX ist ein Rahmen aus Aluminium-Druckguss. Die Gewichtsverteilung folgt ähnlichen Prinzipien wie beim Motorrad, mit starr in den Rahmen eingebautem Motor und einer niedrigen Position des Tanks. Der TMAX hat insgesamt etwa rund vier Kilo Gewicht verloren. Das ist in erster Linie auf die neue Schwinge aus Aluminium-Druckguss zurückzuführen, die aus einer rechten und einer linken Hälfte besteht.

Angetrieben wird die aktuelle TMAX –Generation von einem neuen Zweizylinder-Viertakter mit 530 ccm Hubraum und vier Ventilen, Benzineinspritzung und stufenloser Getriebeautomatik. Gegenüber dem Vorgängermodell bietet der TMAX im unteren bis mittleren Drehzahlbereich mehr Drehmoment, was auf effizienter arbeitende Komponenten im Motor wie zum Beispiel Schmiedekolben mit optimierten Ventiltaschen, dachförmigen Brennräumen und das neue Profil der Nockenwellen zurückzuführen ist. Ergebnis der Maßnahmen soll ein spürbarer Zuwachs bei der Beschleunigung im Geschwindigkeitsbereich von 40 bis 90 km/h sein, spürbar etwa beim Ampelstart im Stadtverkehr. Ein- und Auslassbereich wurden neu gestaltet und auf das neuen Antriebsaggregat abgestimmt. Das Ansaugrohr des neuen Modells besteht aus leichtem Kunststoff, der Saugrohrdurchmesser wurde auf 34 mm geändert, obendrein bekam der TMAX einen längeren Auspuff und einen neuen Schalldämpfer.

Der Sekundärantrieb erfolgt über ein neues Riemenantriebssystem, in dieser Klasse ein Alleinstellungsmerkmal für Yamaha. Der Riemen besteht aus einer leichten Aramidfaser, einem für seine Zugfestigkeit, Haltbarkeit, Stoßfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit bekanntes Material und trägt dazu bei, die ungefederten Massen zu reduzieren.

Zu einem Roller mit den Fahrleistungen eines TMAX gehört angemessene Verzögerung. Am Hinterrad hat der 2012er TMAX eine auf 282 mm vergrößerte Bremsscheibe, vorne arbeitet eine 267 mm große Doppelscheibenbremse mit Vierkolbenbremszangen. In Deutschland zählt ABS zur Serienausstattung.

Das neu gestaltete, symmetrisch aufgebaute Cockpit wird durch zwei Analog-Instrumente dominiert, der Tachometer ist links angeordnet, der Drehzahlmesser rechts daneben. Das markante „Gesicht“ des Yamaha TMAX wird durch die beiden kompakten und markanten Projektionsscheinwerfer mit Sub-Reflektoren geprägt. Die Verkleidungsscheibe ist in zwei Positionen einstellbar, sie kann auf den Fahrer oder den jeweiligen Einsatzzweck eingestellt werden und schützt wirkungsvoll vor Fahrtwind und Turbolenzen. Neue Fünf-Speichen-Aluminiumräder verhelfen dem Roller zu einem dynamischeren Erscheinungsbild.

Von der Seite betrachtet ähnelt die Linienführung des TMAX einem Bumerang und bleibt damit der Design-DNA seiner Vorgänger treu. Die Sitzbank bietet auch dem Sozius Komfort, etwa mit Haltegriffen und separaten, ausklappbaren Fußrasten. Stauraum gibt es etwa unter der Sitzbank oder im Handschuhfach.

Mit einem Programm aufpreispflichtiger Extras können TMAX-Besitzer ihr Zweirad nach ihrem persönlichen Geschmack und ihren Bedürfnissen gestalten. Wer mehr Zuladung braucht, hat die Wahl zwischen einem Topcase mit 39 oder 50 Liter Volumen - mit den dazu passenden Innentaschen. Den Topcaseträger gibt es wahlweise in schwarz oder silber, das Topcase lässt sich mit einem gesonderten Schloss sichern oder mit einem Ein-Schließ-System bedienen.

Für den Beifahrer wird eine Rückenstütze mit zwei farblich abgestimmten Kissen (schwarz oder titan) bzw. Haltern (schwarz oder silber) angeboten. Im Programm ist außerdem eine stylische, komfortable Sitzbank, wahlweise in schwarz oder silber, mit roten Nähten und eingeprägtem TMAX-Logo.

Yamaha bietet auch eine Sportscheibe an, die es klar oder auch getönt gibt. Für die Befestigung eines Navigationsgerätes gibt es einen eigenen Halter. Abgerundet wird das Zubehörangebot durch Aluminium-Abdeckungen für den Fußraum, einen Kennzeichen-Halter mit rotem TMAX-Logo, eine 12 Volt Steckdose, Heizgriffen und einem Batterieladegerät. Der TMAX 2012 ist in vier Farben lieferbar: Sonic Grey, High Tech Silver, Midnight Black, und Competition White.

Quelle: Gerhard Prien