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Motorrad/Roller

BMW Concept C

Die Scooter-Zukunft made by BMW Motorrad

Die Welt der individuellen Mobilität hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Das gilt speziell für Ballungsräume. Die Zulassungszahlen fast aller individuellen Verkehrskonzepte sind rapide gestiegen. Der verfügbare Verkehrsraum ist jedoch beileibe nicht im gleichen Maße gewachsen, die individuelle Mobilität muss sich auf die neuen Umstände einstellen.

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Vor diesem Hintergrund erweitert BMW Motorrad seine bestehende Motorrad-Palette um Big-Scooter, also Groß-Roller. Zunächst sind zwei Premium-Scooter mit Verbrennungsmotor geplant, die im Motorrad-Werk in Berlin gebaut werden sollen. Für die Zukunft steht ein alternativer Antrieb mit Elektromotor an. Groß-Roller haben als hubraumstarke, fahrdynamische Fahrzeuge international deutlich an Beliebtheit gewonnen. Nach Auffassung von BMW stellen sie zudem eine interessante Alternative für Wiedereinsteiger dar, die nach längerer Abstinenz vom motorisierten Zweirad dem Thema Motorrad bislang unentschlossen gegenüberstanden.

Mit der während der Mailänder Messe EICMA vorgestellten Konzeptstudie Concept C will BMW Motorrad „eine faszinierende Mobilitätsoption für die Zukunft“ aufzeigen. Das „C“ steht dabei für Commuter, auf Deutsch Pendler. Concept C soll sofort als Mitglied der
BMW Motorrad Familie erkennbar sein. Etwa durch das so genannte Split-Face, eine optische Dreiteilung, die sich von der Frontsilhouette bis über den Vorderradkotflügel erstreckt. In Anlehnung an die sportlichen BMW Motorräder wie die S 1000 RR verfügt Concept C über einen Bugspoiler.

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Die zum Fahrzeugheck hin aufsteigenden Linien der Karosserie sollen den fahraktiven Charakter des Big-Scooters betonen. Obendrein verfügt die mit einem Zweizylinder-Triebwerk versehene Concept C über eine hohe Heckpartie und ein knapp geschnittenes Windschild. Von der BMW GS bekannt sind Designelemente wie Seitenaufprallschutz (sog. Bash Plates) mit Lufteinlass in Alu-Optik. Fahrwerks- und Rahmenteile sind in Schwarzchrom gehalten, die Karosserieteile in Aluchrom, Silber und Blau lackiert. Den Kontrast stellen in Schwarz-satin lackierte Partien des mittigen Fahrzeugbereichs dar. Hinzu kommen Details wie der Deckel des Kraftstofftanks im Stil eines Fliegertankverschlusses oder ein kurzer, sportlicher Endschalldämpfer.

Der Concept C verfügt über eine Einarmschwinge mit hohl gebohrter Achse in Verbindung mit einem sichtbaren Federbein. Die Radführung vorne übernimmt bei der Konzeptstudie eine Upside-down-Gabel. Verzögert wird der Roller über eine Doppelscheibenbremsanlage mit radial angeschlagenen Bremssätteln vorne in Verbindung mit einer Einzelscheibenbremse hinten, kombiniert mit ABS.

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Als Antrieb dient ein neuer Zweizylinder-Reihenmotor in Verbindung mit einem CVT-Getriebe (Continuously Variable Transmission = fortlaufend stufenlose Kraftübertragung). Motorleistung und Drehmoment und damit auch die Fahrleistungen sollen sich im oberen Bereich des Segments bewegen.

In die Verkleidungsfront sind LED-Scheinwerfer integriert, die herkömmlichen Rückspiegel werden von zwei Videokameras im Heck der Concept C ersetzt. Das rückwärtige Verkehrsgeschehen wird auf zwei LCD-Monitore im Cockpit übertragen. Die Anzeige von Fahrgeschwindigkeit, Motordrehzahl und weiteren Daten übernimmt ein drittes, zentral im Cockpit eingebautes LCD-Display. Als Zubehör wird es ein passendes Stauraumkonzept geben.


Quelle: Gerhard Prien