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Motorrad/Elektro

Mission One

Mission One: E-Bike aus den USA

Das Gerät schafft eine Spitze von 240 km/h. Nicht überragen in der heutigen Zeit. Aber Mission One schafft diesen Top-Speed völlig lautlos. Und ist damit, so sagen zumindest ihre Erbauer, das schnellste in Serie gebaute Elektromotorrad der Welt.

Das Bike der kalifornischen Firma Mission Motors schaut durchaus schnittig aus, mit einem Design liegt irgendwo zwischen Italo-Renner und Stealth-Bomber. Die Überraschung kommt beim Start. Denn bis auf das Rattern das Antriebskette und ein äußerst dezentes Surren setzt sich das Zweirad völlig lautlos in Bewegung. Und mit sattem Drehmoment: Ab Motorstart – und ab Drehzahl Null – liegt ein Drehmoment von 135 Nm an, bis zur maximalen Drehzahl von 6.500 U/min. Die Suche nach dem richtigen Gang fällt flach, denn der Hobel hat keine Schaltung. Die braucht er auch nicht.

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Der geistige Vater und Erfinder des E-Bikes ist Forrest North. Der ist davon überzeugt, dass die Konzeption und Bau eines E-Motorrads erheblich weniger Probleme schaffen als die eines E-Automobils. Denn damit hat North Erfahrung. Bei Tesla Motors, dem derzeit total angesagten amerikanischen Hersteller schnittiger Elektroautos der sportlichen Klasse, war er der Fachmann für die eingesetzten Lithium-Ionen-Akkupacks. Nun macht sich North mit seinem – kleinen – Team an den Bau (s)eines E-Bikes. Dem fehlen – neben dem Getriebe – auch Vergaser oder Einspritzung, obendrein Tank, Auspuff, Wasser- oder Öl-Kühler. Alles Dinge, die (s)ein E-Bike nicht braucht. Was nicht dran ist, kann auch nicht kaputt gehen. Obendrein fehlen Motorvibrationen völlig, gute Voraussetzungen für ermüdungsfreies Fahren. Doch der Fahrspaß währt nicht lange, denn die maximale Reichweite von Mission One soll gerade mal bei 240 Kilometern liegen. Daran ändert auch die Elektro-Bremse, die bei jedem Bremsvorgang die kinetische Energie zur Batterieladung nutzt, nur wenig. Und bei Volllast („Vollgas“ kann man ja schlecht sagen) dürften die Akkus auch deutlich rascher leer bzw. entladen sein. Nach rund zwei Stunden soll der Akku-Pack der Mission One wieder voll – und geladen – sein. Anfang 2010 sollen die ersten einer auf 50 Bikes limitierten Serie ausgeliefert werden. Zu einem atemberaubenden Preis: Rund 54.000,- Euro soll Mission One kosten. Damit dürfte der Nobel-Hobel das ideale Zweirad für umweltbewusste Hollywood-Stars sein.

Quelle: Gerhard Prien