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Fahrzeuge/Paradiesvögel

Most

Die Zug-Nummer

Viele kleine Jungs wollen Lokführer werden – oder Lkw-Fahrer. Auch in vielen Reisemobilisten steckt ein kleiner Trucker. Denen erfüllt das bayerische Unternehmen Most mit dem sports+spa ihren Kindertraum.

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Die Truck-Spezialisten aus Fürth bei Nürnberg bauen Spezialfahrzeuge, speziell Sattelzüge. Die dienen Markenunternehmen als mobile Werbeplattform. Neu bei Most ist die Sattelzugmaschine Futuria. Deren Frontpartie dürfte Reisemobilisten bekannt vorkommen. Sie schaut den Integra-Modellen von Eura Mobil recht ähnlich. Kein Wunder, denn die Zugmaschine wurde in Kooperation mit dem rheinhessischen Hersteller entwickelt und konstruiert. Ein Ergebnis der Zusammenarbeit ist ein in die Kabinendecke integriertes, absenkbares Bett mit einer Liegefläche von 205 x 160 cm. „In dieser Fahrzeugklasse ist ein Bett in dieser Größe einzigartig“, so Most-Geschäftsführer Günter Hofbauer. Die Fahrer von Promotion-Trucks sind oft mehrere Wochen am Stück unterwegs. Für solche Einsätze bietet der Futuria mit seinem Bett ein Plus an Komfort. Zur Ausstattung der Fahrerkabine zählen außerdem ein luftgefederter, lederbezogener Fahrersitz, Klimaanlage, Standheizung, Kleiderschränke im Fond und eine optionale Multimediaanlage. Fahrwerk und Antrieb der Zugmaschine kommen von Iveco. Den Antrieb übernimmt ein Vierzylinder-Diesel mit drei Litern Hubraum, der Euro 5 erfüllt. Das Common-Rail-Triebwerk leistet 125 kW / 170 PS. Die erste Generation der Sattelzugmaschine soll in einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren angeboten werden.

Zur Markteinführung kombinieren die Fürther ihr Promotion-Fahrzeug mit dem sports+spa, einem elf Meter langen Trailer. Der Sattelauflieger bietet eine Garage, U-förmige Leder-Sitzgruppe, Schlafkoje und – als Knüller – einen dreieckigen Whirlpool auf dem Dach. Zur Ausstattung des Trailers zählen ein Sideboard mit Spüle, Kühlschrank, Mikrowelle und Kaffeevollautomat. Zwei integrierte LCD-Monitore mit 22 und 32 Zoll Bildschirmdiagonale sowie unsichtbare Lautsprecher sorgen für TV- und Hör-Genuss.

Zur Garage gehört eine 3,80 Meter lange Auffahrrampe, eine verspiegelte Decke mit integriertem LED-Sternenhimmel, eine Seilwinde sowie eine Seitenklappe. Die erleichtert den Ausstieg aus dem in der Garage geparkten Wagen. Ein 11,5 kW-Bordgenerator macht von lokaler Stromversorgung unabhängig.

Über der Garage ist eine klimatisierte Schlafkoje mit zwei getrennten Betten und Kleiderschränken installiert. Auf dem mit Schiffsparkett in Teakholz-Optik ausgelegten Sonnendach des Trailers ist ein Whirlpool mit 550-Liter-Becken und beleuchteten Jet-Düsen und Pulsatoren, LED-Beleuchtung sowie einem Wasserfall eingelassen.

Der Sattelzug ist auf dem Düsseldorfer Caravan Salon noch bis 5. September 2010 in Düsseldorf zu sehen. Die Futuria
Sattelzugmaschine ist ab 153.952 Euro zu haben. Die Realisierung des Traums vom Truck-Driver kostet für die Kombination von Zugmaschine und Sattelauflieger die Kleinigkeit von 657.413 Euro.

Text: Gerhard Prien, Fotos: MOST