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Fahrzeuge/Paradiesvögel

Morgan 3Wheeler im Flugzeuglook

THE NEW MORGAN 3 WHEELER: POD RACER/FIGHTER PLANE/SPEEDING BULLET OR CAR?

Da soll noch einer sagen, dass Automobil-Hersteller keinen Humor haben. Bei „der Company“ fällt er, wie bei Briten schon beinahe traditionsgemäß zu erwarten, etwas skurril aus. Und so präsentiert die Morgan Motor Company ihren neuen 3 Wheeler, einen ausgefallenen Roadster mit drei Rädern, im Stil eines altertümlichen Kampf-Flugzeugs.

Der 3 Wheeler aus Malvern Link soll den Spaß am Autofahren zurück bringen. Und obendrein knüpft Morgans Dreirad mit dem spitz zulaufenden Heck und dem V-Twin an der Front an die Ursprünge des traditionsreichen Unternehmens an. Denn mit dem 3 Wheeler begann die mittlerweile mehr als hundertjährige Erfolgsgeschichte der „Company“ aus Worcestershire, der letzten, die noch in Familienbesitz in Großbritannien Autos baut.

Als Antriebsaggregat kommt – ganz wie „früher“ – ein Zweizylinder in Vau-Form zum Einsatz. Mit Einspritzung und gekoppelt an ein Fünfgang-Schaltgetriebe, das aus dem Mazda MX-5 stammt. Die Maschine liefert der amerikanische Motorenbauer S & S. Gute 115 Pferdchen soll der Motor lostraben lassen. Das dürfte für einiges Fahrvergnügen ausreichen. Aber Morgan lässt nicht unerwähnt, dass sich „die Company“ auch Gedanken um den CO2-Ausstoss und die Verbrauchswerte ihrer Fahrzeuge macht. In dieser Hinsicht dürfte der 3 Wheeler, der über Straßenzulassung in Europa und den USA verfügt, ganz gut abschneiden. Die Zeit, so meint Morgan, sei reif für einen Relaunch des 3 Wheelers – mit einer zeitgemäßen Kombination von Beschleunigung, Fahrspaß und Ökonomie.

Zwei Überrollbügel gibt es, für den Schutz von Fahrer und Beifahrer, die in einer Karosserie mit ausgeprägter Geschoßform sitzen. Die ist offenbar aerodynamisch recht gut gelungen, denn bis auf den heutigen Tag hält der alte Threewheeler aus den 1930-er Jahren etliche Langstreckenrekorde für Fahrzeuge in der Ein-Liter-Klasse. Da gibt es also keinen Grund, etwas an der Form des Fahrzeugs zu ändern. Die Designer, so heißt es aus Malvern Link, haben sich bemüht, die Karosserie aus Alu so weit wie möglich der Form eines Flugzeugs anzupassen. Im Leder-bezogenen Cockpit setzen die Designer mit Instrumenten im Stile eines Flugzeug-Cockpits die eingeschlagene Styling-Linie konsequent fort. Ob man die von Hand gedengelte Alu-Karosse, die – wie bei Morgan üblich – auf einem Rahmen aus Eschenholz ruht, nun wirklich in militärischem Oliv lackieren und in RAF-Lackierung auf die Straße schicken muss – nun ja, Geschmackssache. So sieht das auch die Morgan-Fangemeinde. Manche mögen den neuen 3 Wheeler, andere stehen ihm eher skeptisch gegenüber. Kalt lässt das Ding jedoch kaum einen Betrachter. Rund 25.000 £ wird die wohl klassischste Form eines „british open“ kosten. Ohne Steuern, ohne Extras. Und derer wird es einige geben, individuell maßgeschneidert nach Kundenwunsch. Das geht über eine breite Auswahl an Leder und Lackfarben bis zum polierten Motor, vom Auspuff aus Edelstahl bis zum Überrollbügel und Scheinwerfergehäusen aus gleichem Material. Wie üblich wird man bei Morgan alles bekommen, um den klassischen Look des Fahrzeugs weiter abzurunden. Mit im Angebot: Spezielle Designs im Look amerikanischer und britischer Militärflugzeuge, mit Logos, die von der British Air Force oder der US-Luftwaffe inspiriert sind, mit Hai-Schnauze, Nationalflaggen, Startnummern oder schwarz-weiß karierten Flaggen auf der Motorhaube. Und natürlich, nicht zu vergessen, die klassichen Morgan-„Wings“.