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Fahrzeuge/Paradiesvögel

Mercedes SLS

Macht hoch die Tür

Im Frühjahr 2010 soll er auf den Markt kommen, die Neuinterpretation des legendären Flügeltürers mit Stern, der neue Mercedes-Benz SLS AMG. Konsequenter Leichtbau und überlegene Fahrdynamik sollen den SLS auszeichnen, die technischen Daten sind beeindruckend. Aluminium-Spaceframe-Karosserie mit Flügeltüren, ein 6,3-Liter-V8-Frontmittelmotor von AMG mit 420 kW/571 PS Höchstleistung, 650 Newtonmetern Drehmoment, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung, Sportfahrwerk mit Aluminium-Doppelquerlenkerachsen und 1.620 Kilogramm Leergewicht. Der Flügeltürer beschleunigt von null auf 100 km/h in 3,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch begrenzt 317 km/h. Nicht nur optischer Knüller des Sportwagens sind die Flügeltüren. Sie erlauben trotz Sportwagen-typisch tiefer Sitzposition von nur 369 Millimeter Sitzhöhe über der Fahrbahn einen bequemen Ein- und Ausstieg.

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Bei der Konstruktion wurde Wert auf einen möglichst großen Öffnungswinkel gelegt, er beträgt immerhin 70 Grad. Der Abstand zwischen geöffneten Türen und der Fahrbahn misst 1,50 Meter, während das Durchstiegsmaß zwischen den geöffneten Türen und der Oberkante der Seitenschweller bei 1,08 Meter liegt. Die Einstiegshöhe, also der Abstand zwischen Fahrbahn und Oberkante der Seitenschweller, beträgt dagegen niedrige 45 Zentimeter. Ein ebenso wichtiges Kriterium für eleganten Ein- und Ausstieg: Durch zwei neben den Türscharnieren platzierte Gasdruckdämpfer braucht das Öffnen und Schließen, auch bei niedrigen Außentemperaturen, nur wenig Kraft. Obwohl man es kaum denken würde, zum Öffnen brauchen die Flügeltüren weniger Platz als herkömmliche Coupé-Türen. Sie können sogar in einer Normgarage komplett geöffnet werden. Und auch an die Sicherheit ist gedacht. Obwohl gerade mal vier Prozent aller Unfälle mit einem Überschlag enden, könnte auch der SLS ja einmal auf dem Dach liegen bleiben. Trotz Flügeltüren können die Passagiere gerettet werden, denn Sprengbolzen in den Scharnieren lösen nach wenigen Sekunden die Verbindung von Dach und Tür. So können die Fahrzeuginsassen oder Rettungskräfte die Türen problemlos öffnen. Der Preis für so viel Technik plus Sportwagen „drum herum“: 177.310 Euro.

Quelle: Gerhard Prien