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Fahrzeuge/Paradiesvögel

Fornasari Tender

Die Land-Yacht



Cross-Over ist in. Der Mix verschiedener Automobil-Gattungen in einem Fahrzeug liegt voll im Trend. So gesehen sind die italienischen Karosseriebauer von Fornasari absolut auf der Höhe der Zeit – und ihr vielleicht gar ein wenig voraus. Denn sie mixten neben Pick-Up und Geländewagen auch ein wenig Boot in ihren „Tender“.





Nomen est omen, denn „Tender“ bezeichnet ein Begleitboot oder Ausschiffungs-Boot, oder zwei- und vierrädrige „Beiboote“ von Luxusyachten. Beim italienischen Stil-Mix aus Geländewagen, Limousine und Yacht ist ein 454 cm langes, satte 208 cm breites und 169 cm hohes Mobil (Radstand 3.000 mm) der Extraklasse heraus gekommen. Das möglicherweise demnächst auch auf Yachten an der Cote d’Azur an Deck zu finden sein wird. Mit einem Hinguck-Faktor der Klasse Eins, auch an Land.





Und das nicht nur wegen der Dachlinie des 1.650 Kilogramm schweren Allrad-Fahrzeugs, die verdächtig an den Decksaufbau einer schnittigen Yacht erinnert. Vor allem von der Seite wird die Anmutung einer Yacht besonders deutlich. Unter Das schneeweiße Dach des Tender ragt nach hinten ein gutes Stück über die offene Ladefläche, was sofort Assoziationen zu einer Luxus-Yacht aufkommen lässt. Anleihen aus dem Bootsbau sind auch die Seitenschweller, die ebenso wie die Umrahmungen der Ladefläche und die bis zum Heck durchgezogene Zierliste unter der Fensterlinie aus Holz besteht. Die Scheinwerferpartie erinnert an das „Vier-Augen-Gesicht“ der Mercedes E-Klasse der Baureihe W210. Große Kühlergitter an der Front und chromgefasste Luftaustritte hinter den Vorderrädern verstärken den maritimen Charakter des noblen Cross-Over-Mobils.

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Das Gitterrohr-Rahmen-Chassis wiegt nicht einmal 150 Kilogramm und soll, verspricht der Hersteller, äußerst steif sein. Die auf dem Chassis ruhende Karosserie wird wahlweise aus Karbon oder Aluminium in der Manufaktur handgefertigt. Ins Chassis hängen die Italiener Motoren der neuesten Generation von GM, genauer: Von der Corvette. Mindestens 450 Pferdestärken sind immer drin, die Top-Motorisierung stellt ein V8 mit sechs Litern Hubraum dar. Der bringt 610 PS Leistung bei 6.000 U/min und stemmt bei 5.100 U/min ein maximales Drehmoment 748 Nm. Gekoppelt wird der Motor mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Automatik. Damit ist die Kiste bis zu 280 km/h schnell. Bei so viel Leistung ist Allradantrieb kein Fehler, damit die Kraft auch auf den Boden kommt. Zum Heck werden 60 Prozent der Antriebskraft geleitet, für die Gewichtsverteilung versprechen die Italiener ein ausgewogenes Verhältnis von bei 50:50 zwischen vorne und hinten. Den Sprint von 0 auf 100 km/h soll der Tender in 3,8 Sekunden schaffen. Für Einsätze in den Wüsten dieser Welt und abseits befestigter Straßen, kommt dem Tender neben dem permanenten Allradantrieb, ein Federweg von 24 cm rundum zugute. Für angemessene Verzögerung sorgen Bremsen von GM oder wahlweise von Brembo. Der Pick-Up mit den Fahrleistungen eines Sportwagens rollt auf 18 oder 23 Zoll Felgen, die Bereifung variiert in den Abmessungen zwischen 285/55/18 bis 305/35/23, mit für Wüsten oder Rennstrecken geeigneten Profilen.

Die solventen Käufer des Tender können selbstverständlich auch den Innenraum des Mobils nach ihren individuellen Wunsch und Vorstellungen gestalten. Serienmäßig gibt es in Chrom eingefasste Rundinstrumente, die in einem Holz-Armaturenbrett ruhen. In der im klassisch-eleganten Stil gehaltenen „Kabine“ ist fast alles handgemacht, etwa die Ledersitze oder die mit Leder eingefassten Teppiche. Der Tender bietet Platz für fünf Reisende, drei von ihnen kommen auf der geteilten Rückbank unter. Trotz des klassischen Looks hat moderne Technik in den Tender Einzug gehalten, darunter ein Multimedia-System mit Navigation und Rückfahrkamera. Falls es mal nicht schnell vorwärts geht.


Quelle: Gerhard Prien