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Fahrzeuge/Paradiesvögel

Falcon F7

Der Straßen-Räuber

Rund zwanzig Exemplare des Falcon F7 könnten jährlich gebaut werden, mit zehn Fahrzeugen in Handarbeit soll die Produktion in 2012 starten - damit wird der Supersportwagen aus den USA in der automobilen Welt immer ein Exote bleiben. Dabei stammen etliche seiner Bauteile aus der Großserie, die Rücklichter beispielsweise kommen aus dem Zubehörprogramm für den Dodge Avenger, der Motor von Chevrolet.

Heftig modifiziert bringt es das längs eingebaute Antriebsaggregat aus der Corvette auf reichliche 620 Pferdestärken aus sieben Litern Hubraum. Die Gänge werden über eine manuelle, in Transaxle-Bauweise montierte Sechsgang-Schaltung gewechselt. Da der komplette Wagen, den Flakon Motorsports aus Holly im US-amerikanischen Bundesstaat Michigan auf die fetten Räder (vorne 275/35R20, hinten 335/30R20) gestellt hat, nicht mal 1.300 Kilogramm wiegt, sind mehr als anständige Fahrleistungen vorprogrammiert. Von null auf 100 km/h schafft es das Leichtgewicht in weniger als vier Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit soll bei mehr als 300 km/h liegen. Damit spielt der F7 in einer Klasse mit Maserati, Ferrari oder Lamborghini. Mit den Fahrzeugen der legendären Marken hat der F7 den Einsatz von reichlich gewichtsreduzierendem Karbon und Aluminium gemeinsam - und auch beim Design haben sich die Amerikaner, die für ihre Bodykits der Dodge Viper bekannt sind, ein wenig an den Italienern aus den 1980-er Jahren orientiert. Markant und kantig, mit einem Styling, das Kraft ausstrahlt und deutlich macht, dass es auch ohne Windkanal betörendes Design geben kann. Der F7 gehört eindeutig zur aussterbenden Gattung der Mobile für echte Männer. ESP ist nicht an Bord, ABS nur gegen Aufpreis zu haben. Ein bisschen Luxus darf es im Innenraum jedoch sein: Ledersitze, iPod-Dock, Naiv, Bluetooth, Audiosystem und sogar Klimaanlage sind an Bord.

Ein Kohlefaser-verstärktes Aluminium-Chassis ist die Basis des Sportlers mit seinem herausnehmbaren Dach. Damit der Flachmann nicht an jeder Bodenwelle hängen bleibt, verfügt er über ein variabel einstellbares Fahrwerk, dass eine Bodenfreiheit von 20 Zentimeter schaffen soll. Preis des Wagens aus der amerikanischen Manufaktur: Umgerechnet knapp unter 180.000 Euro.

Quelle: Gerhard Prien