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Fahrzeuge/Paradiesvögel

BRP Can-Am Spyder

Neues Tourenmodell für die Can-Am Spyder

Roadster-Baureihe von BRP

Mit dem Roadster RT erweitert BRP (www.brp.com) seine Can-Am Spyder Roadster Modellpalette, die für das Modelljahr 2010 2010 nun aus dem Spyder RS (Roadster Sport) und dem Spyder RT (Roadster Touring) besteht. Damit wird dem Roadster Sport, der seit 2007 auf dem Markt ist, ein für Tourenfahrer abgestimmtes Modell zur Seite gestellt. Die Can-Am Spyder schauen aus wie eine Mischung aus Dreirad und Cabrio – zwei Räder vorne und eines hinten zeichnen die Konstruktion aus. Der Gag an der Geschichte (neben der auffallenden Optik): In Deutschland darf man das Fahrzeug mit dem Pkw-Führerschein bewegen. Die Reiseversion „RT“ ist durch eine bequemere Sitzposition für Fahrer und Beifahrer komfortabler als die „RS“ Sportvariante, obendrein gibt es reichlich Stauraum. Rund 155 Liter stehen zur Verfügung, ein großes Fach in der Fahrzeugfront zwischen den Vorderrädern schluckt etwa 58 Liter. Dazu gibt es weitere Staufächer am Heck und den Seiten des Fahrzeugs sowie auf dem Tank. Der Windschutz ist manuell höhenverstellbar, so kann man ohne störende Windgeräusche dem Sound des Audiosystems lauschen, das auch über einen iPod-Anschluss verfügt. Nett bei Fahrten an kälteren Tagen sind die beheizbaren Griffe für Fahrer und Beifahrer.

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Das neueste Modell des kanadischen Freizeitfahrzeugherstellers Bombardier Recreational Products (BRP) ist knapp 270 cm lang und 150 cm breit. Man sitzt bequem auf der RT, recht aufrecht auf einer anständig gepolsterten Sitzbank. Für den Beifahrer gibt’s zudem eine fette Rücklehne. So kann man auch längere Strecken auf der Autobahn zurücklegen. Vorausgesetzt man hat sich an das Fahrverhalten des Spyder gewöhnt. Denn das Ding ist kein Motorrad. Schräglagen gibt’s nicht, das lassen die starren Vorderräder nicht zu. Ähnlich wie bei einem Quad muss mit dem Körpergewicht gegengesteuert werden. Eingefleischte Biker dürfen sich also ein wenig umstellen. Zur Sicherheit der Besatzung gibt es, ähnlich wie beim Pkw, ABS, Traktionskontrolle und ein elektronisches Stabilitätsprogramm.

Angetrieben wird die RT von einem Rotax-Zweizylinder, der auch bei Aprilia eingesetzt wird. Der V2 hat 998 ccm und leistet 71 kW / 100 PS. Das langt, um das rund 420 Kilo schwere Dreirad in rund 5,5 Sekunden auf 100 km/h zu bringen und für ein Spitzentempo von rund 160.

Das optionale halbautomatische Fünfgang-Getriebe wird über ein Paddel am Lenkrad ohne Kuppeln nach oben geschaltet. Runter geht es automatisch oder manuell. Für Motorradfahrer gibt es auch, wie gewohnt, eine Schaltung mit Kupplungshebel und Fußpedal. Ungewohnt für Biker: Die rechte Hand, sonst auch fürs Bremsen zuständig, greift ins Leere, denn alle drei Räder werden gleichzeitig per Fußbremse verzögert.

„Der Can-Am Spyder RS ist bereits ein unglaublicher Erfolg. Doch sein Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft und steht eigentlich erst in den Anfängen“, meint Yves Leduc, Vice-President - General Manager, Can-Am & After Sales Operations, verantwortlich für Sales & Marketing in Nordamerika. „Wie bereits bei seiner Markteinführung im Jahr 2007 versprochen, haben wir die Modellpalette des Roadster RS weiter entwickelt und sind davon überzeugt, dass die Präsentation des neuen Modells Spyder RT sogar noch mehr Aufsehen erregen wird." Stimmt, die RT fällt auf im Straßenverkehr, ganz eindeutig.

Aktuell verkauft BRP seine Spyder-Modelle in 55 Ländern weltweit. Ziel des neuen Fahrzeugkonzepts ist die Eroberung eines neuen Markts, den man vor allem bei finanzkräftigen Autofahrern und Ex-Bikern im Alter um die 50 Jahre vermutet.
Seit der Markteinführung in Deutschland im Jahr 2008 hat BRP rund 500 Can-Am Spyder Roadster verkauft. Das Ergebnis dürfte noch besser werden, wenn das derzeit aus etwa 15 Betrieben bestehende Vertriebsnetz bis 2011, wie geplant, auf etwa 40 Händler deutschlandweit erweitert wird. Die Preisliste für die Can-Am Spyder RT beginnt bei rund 21.000 Euro.


Technische Daten BRP Can-Am Spyder RT
Motor: V2 Ottomotor, 998 ccm Hubraum, Leistung 71 kW / 100 PS, maximales Drehmoment 104 Nm bei 5.500 U/min, Höchstgeschwindigkeit ca. 160 km/h, Preis: ab rund 21.000 Euro.

Quelle: Gerhard Prien