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Fahrzeuge/Oldies

VW Bus T2 Allrad

Die Anfänge

Volkswagen erprobt den Allradantrieb für den Bus schon im T2

Im Jahr 1985 bringt Volkswagen für alle, die ihren Weg auch – und gerade - abseits befestigter Straßen suchen, den ersten Transporter mit Allradantrieb auf den Markt. Der 4x4-Bus heisst: syncro. Mit einer Visco-Kupplung ausgestattet, bereichert die Allradvariante in den kommenden 18 Jahre das Transporter-Programm rund um den Transporter. Ablösung kommt mit dem Debüt des T5. Ab 2003 sorgt eine Haldex-Kupplung für die Kraftverteilung an die Achsen. Seitdem hört der allradgetriebene Volkswagen Bus auf den Beinamen 4Motion. Aber die Wurzeln der Idee von einem allradgetriebenen VW Bus reichen weit in die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück.

Zu Anfang der 1970-er Jahre fällt der eigentliche Entwicklungsauftrag für einen allradgetriebenen Transporter der weltweiten Energiekrise zum Opfer. Aber Gustav Mayer, bei Volkswagen bis 1975 Transporter-Entwicklungschef, lässt sich davon nicht abschrecken. Angeregt durch zahlreiche Sahara-Reisen wächst – nicht nur - bei ihm der Wunsch nach einem Allrad-Bus. Schon beinahe heimlich wird der erste Allrad-Transporter im Versuchsbau aus bereits vorhandenen Teilen gebaut - und in der Sahara getestet. Trotz positiver Ergebnisse dauert es noch drei Jahre bis zum offiziellen Startschuss: Im Jahr 1978 werden fünf offizielle Versuchsfahrzeuge mit zuschaltbarem Frontantrieb gebaut. Aber der Weg dahin ist weit. Zahlreiche Umbauten und Änderungen an Blechkleid und Technik sind notwendig. Es muss Platz geschaffen werden für Räder bis 16 Zoll und den Antriebsstrang. Das geschieht mit neuen Radhäusern und einer geänderten Bodengruppe.

Das serienmäßige Getriebe braucht einen Durchtrieb für den Anschluss der nach vorne führenden Kardanwelle, für die Aufnahme von Differential und Gelenkwellen wird die Vorderachse modifiziert. Für bessere Geländegängigkeit gibt es an beiden Achsen Sperrdifferenziale. Die Halbautomatik des Käfers mit Drehmomentwandler und Schaltkupplung übernimmt die Kraftübertragung. Stahlblechwannen und Gleitkufen werden verbaut, uum Schutz der kompletten Unterbodengruppe samt Antriebstechnik, die knapp 300 Millimeter über dem Boden thront. Aber, trotz der hervorragenden Geländeeigenschaften, die Zeit für einen Transporter mit Vierradantrieb ist offenbar noch nicht reif. So dauert es bis 1985, bis der erste Transporter und die Caravelle (so heisst inzwischen die Busversion) mit Allradantrieb vorgestellt werden.

Quelle: Gerhard Prien