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Fahrzeuge/Oldies

Peugeot VLV

Sieben Jahrzehnte Elektromobilität bei Peugeot

Bereits seit 1810 prangt der Name Peugeot – und später auch das Löwenemblem – auf Sägen, Werkzeugen, Krinolinen, Kaffemühlen, Fahrrädern, Motorrädern, Motorrollern und Autos. Zweihundert Jahre später bietet der französische Hersteller seinen Kunden mit Fahrrädern, Motorrollern und Autos ein umfassendes Mobilitätsangebot. Außerdem gehört Peugeot, was kaum jemand weiß, zu den Pionieren des Elektro-Autos.

Bereits 1941 entwickelten die Franzosen den VLV (Véhicule Léger de Ville) mit
Elektromotor. Mehrere Hundert Exemplare des zweisitzigen City-Cabrios fuhren seinerzeit durch die Straßen von Paris. Die Deutschen hatten den Treibstoff rationiert, das Elektro-Mobil war eine Alternative zu Benzin-betriebenen Fahrzeugen. Und, mit dem VLV (voiture légère de ville, was ungefähr soviel heisst wie „leichter Stadtwagen“) legte man gewissermaßen den Batterie-betriebenen Grundstein für die Peugeot Elektrofahrzeuge. Beim gerade mal 267 cm langen Cabrio VLV wurde der im Heck untergebrachte Elektromotor von modernster Batterietechnik mit Energie versorgt. Üblich waren seinerzeit Sechs-Volt-Akkus. Beim VLV lieferten vier in Reihe geschaltete 12-Volt–Batterien den Saft für eine - seinerzeit durchaus beachtliche - Reichweite von etwa 80 Kilometer. Für damalige Verhältnisse war das ganz ordentlich. Ein mitgeliefertes Ladegerät und eine handelsübliche Steckdose ermöglichten ein problemloses Aufladen. Eher bescheiden war das Spitzentempo. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 30 km/h war der VLV mit seinen maximal 3,5 PS beileibe kein Renner. Insgesamt 377 Exemplare des ersten „Stomers“ konnte Peugeot seinerzeit – trotz der Kriegsjahre – verkaufen.

Quelle: Gerhard Prien