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Fahrzeuge/Oldies

DKW 80 Jahre Frontantrieb

Vor 80 Jahren

Der DKW F1, das weltweit erste Großserien-Automobil mit Frontantrieb

Berlin im Jahre 1931: Die Audi-Vorgängermarke DKW zeigt auf der Internationalen Automobilausstellung in Berlin 1931 das Modell F1, weltweit das erste Großserien-Automobil mit Frontantrieb.

Jörgen Skafte Rasmussen übernimmt im August 1928 die Aktienmehrheit der Audi Werke AG in Zwickau. Die unter seiner Regie gebauten Achtzylinder sollen in die großen Audi-Automobile eingebaut werden, Rasmussen erhofft sich von dieser Maßnahme eine Belebung des Absatzes. Aber die Audi-Werke kommen durch starke amerikanische Konkurrenz und die Folgen der Weltwirtschaftskrise gegen Ende 1929 zunehmend in finanzielle Bedrängnis.

Ein marktfähiges Produkt muss her, soll der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden. Rasmussen entscheidet sich im Oktober 1930 zur kurzfristigen Entwicklung eines völlig neuen Kleinwagens. Konstruktionsmerkmale des neuen Automobils sind ein wassergekühlter Zweizylinder-Motorradmotor von DKW, Vorderradantrieb und ein leichtes Stahlchassis. Es soll fix gehen, Rasmussen plant für die gesamte Konstruktion maximal sechs Wochen ein. Das Projekt gelingt. Der DKW Frontwagen startet Ende November 1930 zu seiner ersten Probefahrt. DKW präsentiert das Modell im Februar 1931 anlässlich der IAA in Berlin, der F1 entwickelt sich rasch zu einem Verkaufsschlager. In seinen verschiedenen Ausführungen wird er zum Volumenmodell der Auto Union: Bis zu seiner Produktionseinstellung im Jahr 1942 werden rund 270.000 Exemplare im Audi-Werk produziert.

Auch für den Wiederaufbau der Auto Union nach dem Zweiten Weltkrieg bilden die DKW-Frontwagen in Westdeutschland die Grundlage. Von 1949 bis 1966 werden in den Werken Ingolstadt und Düsseldorf (im Werk Düsseldorf bis 1962) insgesamt 887.000 DKW-Personenwagen gebaut. Dann wird die gesamte Produktion auf die im Sommer 1965 vorgestellte Audi-Modellpalette umgestellt. Die letzten DKW-Personenwagen erblicken allerdings weit weg von der Heimat das Licht der Welt. In Argentinien und Brasilien laufen sie als Auto Union-Lizenzfertigung noch bis 1968 vom Band.

Quelle: Gerhard Prien