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Fahrzeuge/Oldies

75 Jahre Jaguar

Die Katze lässt das Sausen nicht:

Markenname Jaguar feiert 75-jähriges Jubiläum

Die Geschichte von Jaguar beginnt 1922. Die Swallow Sidecar Company fertigt in einem kleinen Werk in Blackpool Beiwagen für Motorradgespanne. Erste Erfahrungen im Automobilbau sammelt das Unternehmen ab 1927. Man baut komplette Karossen für den Austin Seven, den Morris Cowley und Fahrgestelle für Swift, Wolseley, Standard und Fiat. Die Räumlichkeiten werden bald zu eng wurden, 1928 steht der Umzug in das 150 Kilometer entfernte Foleshill am Nordrand von Coventry an.

Trotz der wirtschaftlichen Depression wird die erste Eigenkonstruktion, der S.S. 1 von 1931, ein großer Erfolg. Zwischen 1936 und 1940 entsteht unter dem seit 1933 neu eingeführten Firmennamen „S.S. Cars“ eine ganze Modellpalette. Sie reicht bis zum S.S. 100 „3 ½ litre“ mit 125 „Brems“-PS. Der Name Jaguar taucht 1935 erstmals als Zusatzbezeichnung. Den Jaguar-Zusatz erhält erstmals im Oktober 1935 ein S.S. 100-Modell: Die S.S. 2 ½ litre Limousine, die vom Zylinderkopf-Spezialist Harry Weslake eine Leistungsspritze von 73 auf 100 PS spendiert bekommt. Kenner assoziieren mit den S.S. Jaguar-Modellen bald Leistung und Kraft. Obendrein sind sie deutlich günstiger als vergleichbare Wettbewerber.

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Ab März 1945 fällt die durch den Krieg negativ besetzte Bezeichnung „S.S.“ weg, als Markensignet der neuen Jaguar Cars Ltd. ersetzt die springende südamerikanische Raubkatze die Schwalbe der ehemaligen Swallow Company.

Die neue Ära beginnt mit einem Paukenschlag: Mit dem XK 120 feiert zur London Motor Show im Oktober 1948 der Urahn der bis heute existierenden XK-Baureihe seine Premiere. Er begeistert auf Anhieb das Publikum und verändert die bis dahin geltenden Vorstellungen von einem Sportwagen grundlegend. Auf den XK folgen die legendären Rennwagen C- und D-Type. Sie dominieren in den 1950-er Jahren den Motorsport. Fünf Siege gibt es allein bei den 24 Stunden von Le Mans.

Bis heute gilt der E-Type als einer der aufregendsten Sportwagen aller Zeiten. Sportwagen sind eine Facette des Jaguar-Images, aber auch einige der fortschrittlichsten Luxuslimousinen ihrer Zeit kommen aus Coventry. Etwa der noch von Firmengründer Sir William Lyons selbst gezeichnete erste XJ aus dem Jahr 1968. Oder der Mark II (1959-67), der zu seine Glanzzeit selbst auf Renn- und Rallyepisten flott unterwegs war. In der mittlerweile achten Generation schließt der aktuelle Jaguar XJ 2010 – auch ohne große sportlichen Ambitionen – den Kreis.

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Der Sprung in die Moderne beginnt für Jaguar 2005: Mit dem Sportwagen XK Coupé und dem XK Cabrio feiert eine neue Designsprache Weltpremiere. 2007 folgt der vielfach preisgekrönte XF, eine viertürigen und fünfsitzige Limousine mit der Silhouette eines Coupés. 2009 unterzieht Jaguar die XK/XKR-Baureihe einer Überarbeitung und führt eine neue Generation von Diesel- und Benzinmotoren ein. 2010 feiert der XJ Markteinführung.

Das ganze Jahr hindurch wird Jaguar Freunde der Marke mit besonderen Präsentationen begeistern. Etwa beim Concours d'Élégance in Pebble Beach, bei der Mille Miglia und den Goodwood-Klassikern „Festival of Speed“ und „Revival Meeting“. Und auch auf die Rennstrecke kehrt die springende Raubkatze 2010 offiziell zurück: Mit einem XKR, der in der GT2-Klasse die amerikanische Le Mans Serie (ALMS) bestreitet.

Quelle: Gerhard Prien






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