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Fahrzeuge/Elektroauto+Hybrid

Peugeot Elektro-Fahrzeuge

70 Jahre Peugeot Elektro-Fahrzeuge:

Vom VLV zum alltagstauglichen Elektroauto

Auf der IAA 2009 präsentierte Peugeot zwei Elektrofahrzeuge mit Lithium-Ionen-Technologie, die Antwort der Löwenmarke auf die aktuellen Bedürfnisse des innerstädtischen Verkehrs und des Umweltschutzes. Neben dem Concept-Car Peugeot BB1 stellte Peugeot als Weltpremiere auch das viertürige Elektroauto iOn aus, es soll Ende 2010 auf den Markt kommen. Peugeot hat eine lange Tradition bei Elektroautos hat, das zeigt ein Blick in die Historie der französischen Automarke. Bereits vor 70 Jahren startet Peugeot die Entwicklung des ersten Serien-Pkws mit Elektroantrieb. Unter der Bezeichnung VLV (voiture légère de ville) feiert das zweisitzige City-Cabriolet im Jahr 1941 seine Premiere. Schon beim Peugeot VLV wird der Elektromotor von modernster Batterietechnik mit Energie versorgt. Statt der damals üblichen Sechs-Volt-Akkumulatoren liefern beim VLV vier in Reihe geschaltete 12-Volt-Batterien den Strom und sorgen für die in jener Zeit beachtliche Reichweite von 80 Kilometer. Bescheiden ist die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Neuartig ist das mitgelieferte Ladegerät, das ein problemloses Aufladen des Stadtautos an jeder Steckdose ermöglicht. So werden trotz der Kriegsjahre fast 400 Einheiten des ersten „Stromers“ von Peugeot ausgeliefert.

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40 Jahre nach dem Achtungserfolg des VLV meldet sich die Löwenmarke bei den Elektroantrieben zurück. 1984 startet Peugeot Testreihen mit dem Kleinwagen 205, zum Ende des Jahrzehnts geht der J5 als Elektrotransporter in Kleinserie. 1991 wird der J5 in den deutschen Großstädten Essen, Leipzig und Saarbrücken erfolgreich getestet. Energielieferant sind zu 99 Prozent recycelbare Nickel-Kadmium-Batterien.

Zum weltweit ersten Automobilhersteller, der Elektroautos in großer Auflage produziert, wird Peugeot ab 1993 mit dem 106 Électric. Nach einem problemlosen Feldversuch unter Alltagsbedingungen in der französischen Stadt La Rochelle geht der elektrisch angetriebene 106 zwei Jahre später in die Großserie. Erfolgreich vermarktet wird der emissionsfreie Kleinwagen vor allem an Behörden und Dienstleistungsunternehmen, aber auch an Privatkunden. Von dem zwischen 1995 und 2003 hergestellten 106 Électric werden 3.500 Fahrzeuge verkauft. Peugeot ist somit der Hersteller, der bis heute weltweit die meisten Zero-Emission-Fahrzeuge eines Modells verkauft hat.

Der 106 Électric ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h im Cityverkehr ausreichend schnell und bietet eine ballungsraumtaugliche Reichweite von bis zu 85 Kilometer, kann aber an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Vor allem an Liefer- und Kurierdienste wendet sich der 1998 eingeführte Peugeot Partner mit Elektroantrieb. Insgesamt werden fast 10.000 Einheiten der beiden Elektrofahrzeuge produziert.
Würdiger Nachfolger des 106 Électric als weltweit erstem voll alltagstauglichen, batteriebetriebenen Großserienmodell wird der für Ende 2010 angekündigte Peugeot iOn. Mit vier Türen, vier Sitzen, einer Länge von 3,48 Meter und einem Wendekreis von 4,50 m wird die bevorzugte Spielwiese des iOn die Stadt sein. Die Leistung liegt bei 47 kW / 64 PS mit einem Drehmoment von 180 Nm. Das erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Die Lithium-Ionen-Batterien garantieren eine komfortable Reichweite (130 km nach europäischem Normzyklus), sie können an einer herkömmlichen 220 V-Steckdose in sechs Stunden vollständig, oder dank eines Schnellladesystems in 30 Minuten zu 80 Prozent, aufgeladen werden.

Quelle: Gerhard Prien