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Fahrzeuge/Elektroauto+Hybrid

Irmscher E-Fahrzeuge

Irmscher stromert los

Bike und Roadster mit E-Antrieb aus Remshalden

Zum 81. Automobil Salon in Genf präsentiert Irmscher sein Konzept i Selectra, was für Irmscher sportive elektrische Antriebe steht. Seit mehr als vier Jahrzehnten sind die Schwaben als Veredler und Entwickler für Prototypen, Klein- und Sonderserien aktiv. Irmscher realisiert alles, von der Idee über den Bau von Prototypen bis hin zur Produktion von Kleinserien. Bereits 1994 hat das Unternehmen mit dem Selectra eines der ersten Fahrzeugkonzepte mit seriellem Hybridantrieb vorgestellt. Jetzt präsentieren die Remshaldener den 7 Selectra.

Der Elektro-Roadster basiert auf dem Irmscher 7, der dem legendären Lotus Super 7 ähnelt wie ein Ei dem anderen. Rein elektrisch betrieben soll der puristische offene Zweisitzer eine Reichweite von 200 Kilometern haben.

In den vergangenen Jahren standen bei Irmscher Konzeption, Entwicklung und der Bau von Sonderserien und die markenübergreifende Individualisierung von Fahrzeugen im Vordergrund. Jetzt arbeiten die Ingenieure an der Integration von alternativen Antriebssystemen in bestehende Fahrzeugarchitekturen. Beim E-Roadster sollen Batteriemanagement, Motorkontrolle, Sicherheits- und Überwachungstechnologie als ganzheitliches Konzept dargestellt werden. Zur Realisierung des 7 Selectra gewann Irmscher den Entwicklungspartner Messmotech AG in Renningen und den Designer Ingo Grothe. Die Leistungswerte des Elektro-7, so heisst es aus dem Schwabenland, müssen den Vergleich mit klassischen Sportwagen nicht scheuen. Ein – dem Mittelmotor ähnliches – „weight balancing” soll bei dem Hecktriebler wesentlich zum Fahrspaß beitragen. Die Antriebsauslegung soll frei wählbar sein: Entweder dymanisch oder eher ökonomisch ausgerichtet.

Irmscher verspricht: Der 144V DC-Motor ist eines der „drehmomentfreudigsten“ Antriebsaggregate für ein E-Auto. Vorteile des Gleichstrommotors: Platzsparende Bauweise, Verfügbarkeit und angemessene Kosten. Die Leistungsentfaltung kann variabel angepasst werden, der Motor liefert über 175 kW. Kurzfristig steht dabei ein Drehmoment von über 800 Nm bereit.

Für Renneinsätze können Batterien und Elektronik flüssig gekühlt werden. Die Lithium-Eisen-Phosphat Zellen (LiFePo) der neuesten Generation sollen mehrere tausend Be- und Entladungen schaffen. Je nach Kapazität des Ladegerätes können die (flüssig gekühlten) Batterien – theoretisch – in weniger als 60 Minuten auf 80 Prozent ihrer Leistung aufgeladen werden. Die im Irmscher 7 Selectra angebotenen Ladegeräte laden die Batterien in drei bis

Das Projektteam beheizt das Fahrzeug über eine Infrarotheizung in der Frontscheibe. Diese Heizung erzeugt – im Gegensatz zu herkömmlichen Elektroheizungen (1.500 W) –Wärme genau dort, wo sie gebraucht wird: Direkt am Fahrer oder Beifahrer. So sollen sich 90 Prozent der herkömmlichen Energie einsparen lassen.

Den Technologieträger 7 Selectra will Irmscher in Serie bauen. Angepeilt ist ein Verkaufspreis, der noch unter 90.000 Euro liegen soll. Damit wäre er günstiger als ein Tesla – der bisher als „der“ Elektro-Sportwagen gilt und für den rund 100.000 Euro bezahlt werden müssen. Günstiger kommen Frischluft-Freaks mit dem konventionell angetriebenen Roadster Irmscher 7 Turbo weg. Der ist mit 210 PS ab 55.900 Euro ui haben.

Noch preiswerter geht’s mit dem Irmscher Crossbike Selectra. Auch das elektrisch betriebene Zweirad bringt das Unternehmen aus dem Remstal mit nach Genf. Produziert wird das Crossbike mit Alu-Rahmen, hydraulischen Bremsen, hydraulischer Gabel und Stoßdämpfern von „SEV electric vehicles“, angeboten wird es ab sofort zu einem Preis von 2.990 Euro. Eine Zusatzbatterie, die in einem Rahmenfach untergebracht werden kann, erhöht die Reichweite des Bikes auf bis zu 60 Kilometer.

Quelle: Gerhard Prien