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Fahrzeuge/Elektroauto+Hybrid

Elektro-Einrad

Focus Designs Self Balancing Unicycle (SBU) V2.0

Theoretisch wissen wir alle, wie man ein Einrad fährt. Praktisch haben es viele noch nie versucht – und bei jenen, die es versucht haben, hat es nicht immer auf Anhieb problemlos geklappt. Ist eben nicht ganz einfach. Leichter machen soll es einem das Self Balancing Unicycle (SBU). Ein Einrad, das sich selbst stabilisiert und im Gleichgewicht hält. Strampeln muss man auch nicht selbst, denn das Einrad fährt elektrisch.

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Obendrein balanciert sich das SBU durch Kreiselmotoren selbst aus, ähnlich wie das (zweirädrige) Segway. Für den Antrieb ist ein wartungsfreier, 1000 Watt starker Motor zuständig. Bei voll geladenem 38,4 V Lithium-Ionen-Akku soll er bis zu 20 Kilometer durchhalten, je nach Topographie und Fahrergewicht. Über 1.000 Ladezyklen sollen, so verspricht der Hersteller mit Sitz in Camas (Washington), drin sein. Zwei Stunden soll eine „volle Ladung“ dauern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 16 km/h – und ist ebenfalls stark vom Gewicht des Fahrers abhängig. Das langt für den Einkauf in der Innenstadt – oder den Einsatz als „Beiboot“ im Wohnmobil, für kleinere Ausflüge oder zum Brötchenholen. Als Pendlerfahrzeug für den täglichen Weg zur Arbeit dürfte das E-Einrad jedoch weniger geeignet sein.

Ähnlich wie ein Motorrad hat das Einrad (starre) Fußrasten – Pedale braucht es dank seines E-Motors ja nicht. In Bewegung setzt sich das SBU mit seinem Alu-Chassis, wenn man sich nach vorne beugt. Es bewegt sich langsamer – und kommt schließlich zum Stillstand – wenn man sich nach hinten lehnt. In Amerika kostet das rund 13 Kilogramm schwere elektrische Einrad 1.499 US-Dollar (was rund 1.1100 Euro entspricht). Hinzu kommt noch das Ladegerät, für das 149 US-Dollar (etwa 110 Euro) fällig werden. Für das Geld gibt es eines der derzeit sicher auffälligsten Fahrzeuge, das man so bewegen kann – und im Hinblick auf den Aufmerksamkeitsgrad des Einrads für einen verhältnismäßig günstigen Preis.

Quelle: Gerhard Prien