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4x4-Fahrzeuge/Pickup-Kabinen

VW Pickup

VW zeigt Pickup-Showcar

als Blickfang auf der Messe Rettmobil

Als Highlight auf der RETTmobil 2009 präsentiert Volkswagen Nutzfahrzeuge die schon auf der IAA 2008 vorgestellte Studie eines Pickup. Das Showcar – ausgeführt als Rettungsfahrzeug für den maritimen Bereich – gibt einen Ausblick auf die künftige vierte Modellreihe von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Nach der viel beachteten Weltpremiere des Showcars auf der letztjährigen IAA in Hannover beeindruckte das Showcar auch auf der europäischen Leitmesse für Rettung und Mobiliät. Die Ausstattung der viertürigen Pickup-Studie mit vier Sitzplätzen wurde nach Gesprächen mit Rettungsdiensten und den hauseigenen Spezialisten für Rettungsfahrzeuge konzipiert. Als „Search and Rescue“-Version (SAR) ist die Studie darauf zugeschnitten, Schwimmer und Surfer vor dem Schlimmsten zu bewahren.

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Es handelt sich um ein Fahrzeug für Rettungsschwimmer, wie es an vielen großen Stränden rund um den Globus zu finden ist. Die Pickup-Studie von Volkswagen Nutzfahrzeuge ist automobiler Lebensretter ausgelegt. Auffallend ist das flache, aerodynamische Blaulicht-Dachmodul mit integriertem Suchscheinwerfer. Das Blaulicht ist zudem mit einem auch tagsüber besonders auffallenden Hochleistungs-LED-System ausgestattet. Eine ähnliche Blitzintervallfunktion (als blaues Licht) wird bei Betätigung des Systems auch in den vorderen und hinteren Blinkern aktiv; die eigentliche Funktion der vorderen Blinker wurde deshalb in den Bauraum der Nebelscheinwerfer im unteren Bereich des Stoßfängers integriert. Im vorderen Stoßfänger befindet sich außerdem eine Seilwinde. Im Falle einer Rettungsaktion lassen sich die GPS-Daten der Position des Havaristen in das Navigationssystem des Pickup eingespeisen. Gesteuert wird das Radio-Navigationssystem über einen Multifunktions-Touchscreen und eine neu entwickelte Infotainment-Bedieneinheit. Integriert ist zudem ein CB-Funkgerät und sämtliche Klimafunktionen. Das Display des Systems ist im oberen Bereich der Mittelkonsole untergebracht. Neben der Karten- und Piktogramm-Darstellung kann das Gelände auch als Satellitenaufnahme gezeigt werden. In der Ebene darunter befinden sich die Tasten für die Einstellungen des Fahrwerks und Allradantriebs (z.B. Differenzialsperren). Dank Offroad-Navigation können die Lifeguards den Einsatzort schnell erreichen. Für alle Fälle befindet sich im oberen Bereich der Armaturentafel ein Kompass. In der Mittelkonsole sind vorne Ladeschalen für zwei mobile CB-Funkgeräte integriert, zwei weitere befinden sich im Fond der Doppelkabine. Neben den Vordersitzen sind leuchtstarke Taschenlampen untergebracht. Ebenfalls in der Mittelkonsole, zwischen den Vordersitzen und den hinteren Einzelsitzen, sind zwei mobile Navigationssysteme befestigt. Direkt dahinter finden sich ein Koffermodul mit den wichtigsten Medikamenten für die Erstversorgung, ein Defibrillator und ein Fernglas. Im Fahrzeughimmel des Fonds sind zwei Sicherheitshelme für Gewässer mit starker Strömung verankert. Das salzwasserresistente Interieur ist abwaschbar ausgelegt, es kann nach einem Einsatz blitzschnell gereinigt werden. Die Sitze sind mit Neopren bezogen und die Bezüge mit Reißverschlüssen versehen, um sie jederzeit abnehmen und reinigen zu können. In die Türen sind reflektierende Fasern eingearbeitet, die nachts das Ein- und Aussteigen absichern. Auch bei Dunkelheit ist der Pickup schon aus der Ferne durch großer Reflektionsflächen gut zu erkennen. Auf den Spezialeinsatz in Küstenregionen zugeschnitten ist auch die 1,55 Meter lange Ladefläche des Pickup, die eine Euro-Palette im Querformat aufnehmen kann. In die Seitenwände der Ladefläche sind Rettungswesten und Rettungsbojen, Lampen, spezielle Wurfleinen, Feuerlöscher und Decken integriert, in der Heckklappe findet sich ein Werkzeugset. Noch ist offen, ob die SAR-Ausstattung später in Serie geht.

Quelle: Gerhard Prien