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4x4-Fahrzeuge/Pickup-Kabinen

Seyberth's Hardtopkabine für Defender 130

Quadratisch, praktisch, gut

Hardtop-Kabine für Defender 130 aus dem Allgäu

Die Zahl fernreisetauglicher Geländewagen wird nicht größer. Der Iveco Massif ist wieder weg vom deutschen Markt, da bleiben jetzt noch die Land Cruiser von Toyota, der Mercedes G und der Land Rover Defender. Einem 130er Defender mit Doppelkabine verpasst Bernd Seyberth einen praxisgerechten Aufbau.

Seyberth hat mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Ausbau von Reisemobilen. Seit 15 Jahren ist er selbständig. In den ersten Jahren wandelte er überwiegend Kastenwagen und Kombis zu Reisemobilen um, in den vergangenen fünf Jahren arbeitet er überwiegend am Umbau von allradgetriebenen Fahrzeugen. Für diese fertigt er individuelle Schlafdächer aus Aluminium, aber auch fest aufgebaute oder absetzbare Wohnkabinen.

Ein Beispiel ist die Hardtop-Kabine mit Aufstelldach für den 130-er Defender. Dessen Kabine ist komplett aus Alu gefertigt, ohne Gitterrohr-Rahmen und daher praktisch frei von Kältebrücken. Isoliert ist die Kabine mit 20 Millimeter starkem X-treme-Isolator, als Innenverkleidung kommt zwei mm starkes Dibond in Weiß zum Einsatz. Für das Aufstelldacht greift Seyberth auf eine Scherenkonstruktion – statt einfacher Scharniere – zurück. So bietet das vorne angeschlagene Schlafdach im Fußbereich der Liegefläche mehr nutzbare Höhe. Als Zeltbalg wird Aisrtex-Stoff verwendet, drei Moskitonetze sorgen für frische Luft und halten fliegende Plagegeister draußen. Das robuste Dach ist begehbar, Zurrschienen dienen der sicheren Befestigung von Ladung.

Ein sinnvolles Extra ist eine 560 x 560 mm große Luke aus dem Yachtbau, ebenfalls mit Moskitonetz versehen. Sie erlaubt den Durchstieg von innen. Serienmäßig ist die Bettanlage mit Hubbett und Matratze. Mit Montage auf dem Basisfahrzeug liegen die Kosten für die Aufsatzkabine liegen bei rund 11.000 Euro.

Am Heck ist ein Edelstahl-Reserveradtäger aus eigener Herstellung verbaut, ein Zusatztank von Frontrunner erhöht die Reichweite. An den Seiten des Hardtops sind Zurrschienen und Sandblechhalter verbaut. Die Rückbank wurde zum Einbau des Zusatztankes demontiert, hier finden sich jetzt eine Ladefläche mit Staufächern und ein Hundegitter. Obendrein ist der Defender mit Schnorchel, Unterfahrschutz und Skid-Plates ausgerüstet.

Der Kunde ist jetzt zunächst mit der Leerkabine unterwegs. Und sammelt Erfahrungen. Mit Hilfe von Pappschablonen will er sich einen ersten Eindruck verschaffen, wie sein späterer Ausbau aussehen könnte. Steht der Grundriss dann fest, wird das Fahrzeug wieder zu Seyberth nach Haldenwang ins Allgäu zurück kommen. Zur endgültigen Fertigstellung. Man darf gespannt sein, wir werden berichten, wenn das Fahrzeug komplett ausgebaut ist.