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4x4-Fahrzeuge/Pickup-Kabinen

ExKab

Das Leichtgewicht

Wohnkabinen von ExKab

Irgendwann hatte Christian Loh es satt, mit der Familie immer nur im Zelt unterwegs zu sein. Der Auf- und Abbau schien ihm irgendwann zu mühsam. Der Norddeutsche besaß einen Nissan Doppelkabiner, den er zum Ziehen von Pferdehängern gekauft hatte. So suchte er eine andere Lösung – die geriet so gut, dass er sie unter dem Namen ExKab auch vermarktet.

Ein Dachzelt schien Loh unverhältnismäßig teuer für das Gebotene. Eine absetzbare Wohnkabine herkömmlichen Zuschnitts war ihm zu teuer, zu schwer und bot zu wenig Zuladung. Und zu wenig geländetauglich durch meist größere Heck-Überhänge. Auf Dusche und Nasszelle konnte und wollte Loh ebenso bewusst verzichten wie auf einen großen Kleiderschrank. Sein Ziel war eine geländetaugliche Expeditionskabine, eben eine ExKab. Da er für seine Bedürfnisse keine „passende“ für seinen Doppelkabiner fand, schritt er mutig ans Werk. Ein dreiwöchiger Urlaub in Lappland war geplant, mit der ganzen – vierköpfigen - Familie natürlich, bis dahin sollte die Kabine fertig sein. Loh ließ sich auch von Spöttern und Zweiflern nicht entmutigen. Die hielten die zur Verfügung stehende Grundfläche des Nissan Doppelkabiners für sein Vorhaben doch für etwas knapp bemessen.

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Doch die wahre Größe, so Loh, liegt eben doch im Verzicht. Die ExKab wurde locker mit ihrem Aufstelldach fertig, sie bewährte sich während der Lappland-Reise bestens. Die Familie schlief so gut wie Zuhause, konnte gemeinsam – bei Regen – in der Kabine kochen und essen, und es kam alles mit auf die Reise was mit sollte. Und am Abend gab es auch ein gekühltes Bier. Nicht zu vergessen: Auch beim fertig gepackten Fahrzeug inklusive Kabine lag Loh noch unter dem zulässigen Gesamtgewicht. Selbst die Verteilung der Achsenlast von Vorder- und Hinterachse war ausgeglichen und innerhalb der zulässigen Werte.

Loh erreichte auch seine selbst gesteckten weiteren Ziele. Keine Überhänge der Kabine nach hinten und zur Seite, niedriger Schwerpunkt, geringes Eigengewicht, das waren die Vorgaben. Das „Skelett“, also das Grundgerüst der ExKab-Kabinen, besteht aus 30 x 30 x 3 mm Alurohr, das auf einer 21 mm Siebdruckplatte montiert wird. Das Gestell wird geschweißt, mit Winkeln verklebt und genietet. Dazu kommt eine Außenhaut aus Quintett-Warzenblechen, die an den Seiten und im Dachbereich aus einem Stück bestehen. Sie sind ebenfalls verklebt und vernietet und besitzen eine 30 mm starke Isolierung. Die Innenverkleidung besteht aus zwei mm Dibond. Der Grundriss wird von ExKab individuell nach Kundenwunsch gestaltet. Standard-Ausbau ist ein einfaches, praktisches Regalsystem aus 25 x 25 x 1,5 mm Alurohr und drei mm Dibond. In diesem Regalsystem werden – gegen Herausfallen gesicherte - Staukisten untergebracht. Mit diesem Standard-Ausbau bietet etwa das Modell ExKab 1, mit einer Länge von 1.470 mm (Breite im Mittel: 1.560 mm) geeignet für Doppelkabiner (ExKab 2 für den Aufbau auf Anderthalb-Kabiner hat eine Gesamtlänge von 1.900 mm), Liegeflächen von rund 150 x 200 cm und etwa 80 x 150 cm. Dazu gibt es zwei Sitzbänke von etwa 40 x 80 cm mit Staukästen sowie links und rechts Regalsysteme von etwa 70 x 40 x 79 cm. Runde 180 Kilo soll eine ExKab 1 wiegen, 15 Kilo mehr die größere ExKab 2. Bei geschlossenem Dach liegt die Höhe der Kabinen bei rund 145 cm. Die Preise für den Innenausbau sowie Zubehör wie beispielsweise Kanister- oder Sandblech-Halter, Dachträger oder Solaranlagen richten sich nach den jeweiligen Kundenwünschen.

Quelle: Gerhard Prien