ADVENTUREMEDIA4U

4x4-Fahrzeuge/Pickup-Kabinen

Amarok Scorpion

Amarok'n Roll:

VW Nutzfahrzeuge baut Scorpions Pick-Up

Sie schaffen es doch immer wieder einen zu verblüffen: Die Hannoveraner von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Von den Nutzis aus Niedersachsen hätte man viel erwartet, allerdings keinen Skorpion auf Rädern. Das Fahrzeug ist kein Hirngespinst, sondern eine der berühmt-berüchtigten, verrückten Visionen von Rocker Rudolf Schenker, dem Bandgründer der Scorpions. Die stammen bekanntermaßen auch aus Hannover – und lernten den Pick-Up von VW, den Amarok, während der Rallye Dakar in Chile und der Amarok-Pressepräsentation im argentinischen Bariloche kennen. „Man müsste so einen Scorpions-Amarok bauen, mit einem Stachel hinten, den man raus- und reinklappen kann“, so fantasierte Schenker eines Tages. Thomas Ammon, der in der Entwicklungsabteilung von Volkswagen Nutzfahrzeuge für Presse- und VIP-Fahrzeuge zuständig ist, fackelte nicht lange: Er machte sich, begeistert und inspiriert von der Idee, direkt an die Arbeit. Und holte den ehemaligen Prototypenentwickler Dirk Seifried und Jörg Drexler, bei der Marke Volkswagen für Sonderaufgaben zuständig, mit ins Boot. Gemeinsam starteten sie das „Geheimprojekt Scorpions-Amarok“.

Werbung

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

„Wir hielten es zunächst für ein Hirngespinst, als uns gesagt wurde, wir sollten einen Amarok in einen Skorpion umbauen“, erklärt Dirk Seifried, Leiter technischer Service Werkzeugbau bei Volkswagen in Braunschweig. Man kann den Mann verstehen. Als Basis des Umbaus diente ein Volkswagen Amarok Highline in „Reflexsilber Metallic“ mit einem Zweiliter TDI-Motor und 163 PS. Der neue Pickup von Volkswagen verbraucht nur 7,6 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern. Er ist damit der sparsamste seiner Klasse. Die Tüftler von Volkswagen verzichteten auf Urlaub und arbeiten nach Feierabend. Verbissen in das Ziel, die Vision von Rudolf Schenker in bewährter Volkswagen-Qualität in die Realität umzusetzen. Schnell war klar, dass man den Körper des Skorpions am besten mit Airbrush aufsprühen würde. So brachten Ammon und sein Team den Amarok nach Cottbus zum Fachbetrieb Niedergesäß, wo Lackierer Andreas Niedergesäß den Pick-Up rund drei Wochen lang umstylte. Parallel entwickelte das Team in mühsamer Kleinarbeit den Stachel und den Motor dafür. Während der gesamten Zeit wurde der Amarok nur abdeckt transportiert. Denn die große Überraschung sollte ja auch eine Überraschung bleiben. Jetzt ist der Scorpions-Amarok fertig - und ein echter Hingucker. Viel Airbrush, ein automatisch ausfahrbarer Stachel am Heck und mehr als 120 LEDs machen den Pickup zum perfekten Rockermobil.

Rudolf Schenker und seine Bandkollegen fahren auf ihr neues Promo-Gefährt ab. „Das ist mit Abstand das coolste Fahrzeug, dass ich je gesehen habe, Rock`n`Roll auf vier Rädern“, freute sich Schenker. Beim Shooting mit dem hannoverschen Starfotografen Nikolaj Georgiew auf dem Kalisalz-Berg in Wunstorf-Bokeloh poste der Gitarrist mit seiner Flying-Y-Gitarre. Spannend wäre ein weiteres Projekt. Vielleicht mal ein Mobil für Kölns Kult-Band, die Höhner. Wie heißt doch gleich ein Song der Rheinländer: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“.

Fotos: Nikolaj Georgiew / Markus Nass/Volkswagen
Quelle: Gerhard Prien