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4x4-Fahrzeuge/Fahrzeuge

Dacia Duster: Robuster SUV

Robuster SUV zum erschwinglichen Preis

Mit dem Duster präsentiert Dacia das erste Sports Utility Vehicle (SUV) der rumänischen Marke. Angeboten wird der Duster mit Vorderradantrieb (4x2) und als Allradversion (4x4).

Mit seinen kompakten Abmessungen soll sich der Dacia Duster für den Stadtverkehr ebenso wie für Ausflüge abseits befestigter Wege eignen. Bei einer Länge von 4,31 Metern und einer Breite von 1,82 Metern bietet er Platz für fünf Personen. Das Kofferraumvolumen beträgt, je nach Sitzkonfiguration, beim Duster mit Frontantrieb 475 bis 1.636 Liter. Bei den (voraussichtlich ab Juni 2010 erhältlichen) Varianten mit Allradantrieb soll die Ladekapazität bei 443 bis 1.604 Litern liegen.

Über dem Klassendurchschnitt liegt nach Angaben von Dacia die Kniefreiheit von 18,3 Zentimetern auf der Rücksitzbank. Leer wiegt der Duster, je nach Antriebsart und Ausstattungsniveau, zwischen 1.235 und 1.369 Kilogramm. Die Bodenfreiheit von 20,5 Zentimetern (4x4: 21 cm) soll den front- oder allradgetriebenen Duster fit machen für den Einsatz abseits asphaltierter Pfade. Dank der Böschungs­winkel von 30 Grad vorn und 36 Grad hinten, des Rampenwinkels von 23 Grad sowie der knappen Überhänge von 82,2 Zentimetern vorn und 82,0 Zentimetern hinten soll der Dacia SUV selbst steile Anstiege erklimmen.

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Allradantrieb per Knopfdruck

Noch mehr Einsatzmöglichkeiten im Gelände soll der variable Allradantrieb der 4x4-Version bieten. Im AUTO-Modus fährt der Dacia Duster unter normalen Fahrbahnbedingungen mit Frontantrieb. Wenn die Traktion nachlässt, etwa auf verschneiten Straßen oder matschigem Untergrund, leitet die vom Allianz-Partner Nissan stammende elektromagnetische Kupplung automatisch zu 50 Prozent des verfügbaren Drehmoments an die Hinterachse.

Im schwierigen Gelände oder bei widrigen Fahrbahnverhältnissen kann der Fahrer manuell in den starren Allradmodus wechseln (LOCK-Modus). Dann fährt der Duster bis zu 60 km/h mit einer festen Kraftverteilung im Verhältnis von 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse. Bei idealen Fahrbahnbedingungen lässt sich der 4x4-Betrieb komplett abstellen. Im 2WD-Modus fährt der Duster Kraftstoff­sparend und emissionsarm mit angetriebenen Vorderrädern. Der Wechsel in die verschiedenen Betriebsarten erfolgt durch Drehen des Wahlschalters am Instrumententräger.

Technische Basis des Dacia Duster ist der Dacia Logan. Von ihm hat der SUV wichtige Komponenten des robusten Fahrwerks. Hierzu gehört die Pseudo-McPherson-Vorderachse mit unterem Querlenker und Querstabilisator. Auch die H-förmige Verbundlenkerachse mit Schraubenfedern der 4x2-Version stammt aus der Stufenhecklimousine und ist an die spezifischen Anforderungen im neuen Dacia SUV angepasst. Im Duster 4x4 kommt eine Mehrlenker-Hinterachse mit Pseudo-McPherson-Radaufhängung zum Einsatz. In beiden Varianten sollen lange Federwege für hohen Komfort und gute Traktion auf schlechten Straßen und im Gelände sorgen.

Der Duster 4x4 verfügt zusätzlich über ein neues 6-Gang-Schaltgetriebe mit sehr kurz übersetztem ersten Gang. Diese Auslegung soll das Anfahren am Berg oder mit beladenem Fahrzeug erleichtern.

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Triebwerke mit niedrigen CO2-Emissionen

Die Motorenauswahl für den Duster in den Varianten 4x2 und 4x4 besteht jeweils aus dem Benzinaggregat 1.6 16V 110 mit 77 kW/105 PS und den 1,5-Liter-Dieseltriebwerken dCi 85 mit 63 kW/86 PS (für 4x4-Antrieb voraussichtlich ab November 2010) sowie dCi 110 FAP mit Rußpartikelfilter (FAP = Filtre à Particules). Im Duster 4x2 leistet der Spitzendiesel 79 kW/107 PS, im Duster 4x4 bringt er es auf 81 kW/110 PS.

Bei den Vierzylindern handelt es sich um Renault Konstruktionen, die für ansprechende Fahrleistungen, zeitgemäß niedrige CO2-Emissionen und hohe Zuverlässigkeit sorgen sollen. Der Duster dCi 85 und dCi 110 FAP soll sich in der 4x2-Variante mit 5,1 bzw. 5,3 Liter Diesel pro 100 Kilometer begnügen. Das entspricht CO2-Emissionen von 135 bzw. 139 Gramm pro Kilometer , weshalb der Duster in diesen Versionen das Umweltprädikat Dacia eco2 erhält. Beim Duster dCi 110 FAP 4x4 liegen der Verbrauch und CO2-Ausstoß bei 5,6 Liter pro 100 Kilometer bzw. 145 Gramm pro Kilometer.

Der Duster 1.6 16V 110 in den Versionen 4x2 und 4x4 soll mit 7,5 bzw. 8,0 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer zeitgemäß sparsam sein. Seine CO2-Emissionen betragen 177 bzw. 185 Gramm pro Kilometer. Die Motorisierungen dCi 110 FAP im Duster 4x2 und 4x4 und 1.6 16V im Duster 4x4 erfüllen bereits die Schadstoffnorm Euro 5.

Durchdachtes Cockpit

Das Design des Dacia Duster bestimmen typische SUV-Merkmale wie verbreiterte Kotflügel, markante Radhäuser und der kräftig dimensionierte Unterfahrschutz. Doppelscheinwerfer in Klarglasoptik und der verchromte Kühlergrill schaffen ein unverwechselbares Gesicht. Ab dem Ausstattungsniveau Ambiance kommt eine Dachreling hinzu. Den Innenraum des Duster prägen Rundinstrumente und griffgünstig platzierte Bedienelemente. Dank der großen Außenspiegel erlaubt das SUV-Modell darüber hinaus gute Sicht nach hinten.

Serienmäßige Frontairbags für Fahrer und Beifahrer sowie Dreipunkt-Sicherheitsgurte, die auf den vorderen Plätzen über Gurtkraftbegrenzer verfügen, sorgen im Verbund mit der steifen Fahrgastzelle für Sicherheit. Ab der Ausstattung Ambiance schützen zusätzlich Kopf-Thorax-Seitenairbags Fahrer und Beifahrer. Die Ausstattung Lauréate verfügt zusätzlich über pyrotechnische Gurtstraffer vorne.

Als erstes Modell von Dacia ist der Duster in der Motorisierung dCi 110 FAP optional mit dem Elektronischen Stabilitätsprogramm ESP mit Untersteuerkontrolle und Antriebs­schlupfregelung ASR zu haben.

In kritischen Situationen unterstützt das serienmäßige Bosch 8.1-Antiblockiersystem der neuesten Generation den Fahrer. Außerdem trägt die elektronische Bremskraftverteilung (EBV) dazu bei, das Verzögerungspotenzial der Hinterachse bestmöglich auszunutzen. Ab Werk verfügt der Dacia Duster über einen elektronischen Bremsassistenten.

Der Duster soll sich durch besondere Robustheit und Zuverlässigkeit auszeichnen. Ein Hauptaugenmerk der Entwickler lag auf umfassendem Korrosionsschutz. Mit Wachs versiegelte Hohlräume, Steinschlagschutz am Unterboden und in den Radhäusern sowie die sorgfältige Abdichtung der Verbindungen zu Anbauteilen sollen die Karosserie gegen Durchrostung schützen.

Wie auf alle Modelle der Marke gewährt Dacia auf den Duster eine Garantie von drei Jahren bis maximal 100.000 Kilometer. Hinzu kommt eine zweijährige Lackgarantie.

Darüber hinaus bietet der Duster lange Inspektionsintervalle. So sind der Ölwechsel und der Austausch von Zündkerzen, Luft- und Pollenfilter beim Benzinmotor 1.6 16V 110 lediglich alle 30.000 Kilometer oder alle zwei Jahre fällig. Beim Diesel dCi 110 FAP wird der Oxi­dationsgrad des Motoröls elektronisch berechnet. Abhängig von der Fahrweise kann das Oil Control System in Ausnahmefällen zu einem vorgezogenen Ölwechsel auffordern.

Dacia bietet den Duster in der Version mit Vorderradantrieb (4x2) in Europa bereits ab 11.900 Euro an. Die Allradversion (4x4) startet in Deutschland ab 13.700 Euro. (Stand: April 2010)

Quelle: Gerhard Prien