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4x4-Fahrzeuge/Basisfahrzeuge

Crafter 4Motion mit Achleitner Allradantrieb

VW Nutzfahrzeuge baut 4x4-Palette aus:

Seit Frühjahr 2011 ist der neue Volkswagen Crafter mit seinen neuen Vierzylinder-TDI-Motoren am Start. Jetzt spielt der Transporter als Crafter 4Motion mit Achleitner Allradantrieb auch im Dreck - und geht ins Gelände.

Der österreichische Allrad-Spezialist hat ein für Traktion auch abseits befestigter Wege sorgendes Allradsystem entwickelt. Der Crafter 4Motion ist, so verspricht VW, mit Allrad-Technik "so geländegängig wie ein waschechter Geländewagen" - im Rahmen der physikalischen Gesetzmäßigkeiten.

Premiere feierte der neue Crafter 4Motion mit Achleitner Allradantrieb in Paris auf der Pressekonferenz zur Dakar 2012, bei der Rally-Veranstaltung war der Allrad-Crafter als Begleitfahrzeug dabei. Ausgelegt ist der Allrad-Crafter auf den Einsatz im extremen Gelände. VW sieht einen wachsenden Bedarf für geländegängige Transporter. speziell Versorger alternativer Energiekonzepte müssten in Regionen vordringen, in denen es nur selten eine Infrastruktur gebe. Potenzielle Kunden verorten die Hannoveraner auch im Baugewerbe sowie bei Rettungsdiensten, THW, Feuerwehr und der Polizei. Diese Kunden greifen immer öfter auf allradangetriebene Fahrzeuge zurück, die VW Nutzfahrzeuge mit den etablierten 4Motion-Modellen der Volkswagen Transporter T5 (zirka 11 Prozent Allrad/Jahr), Volkswagen Caddy (zirka 6 Prozent Allrad/Jahr) und dem Amarok anbietet.

Grund genug für VW, nun auch den größten Transporter mit einem vollwertigen Allradsystem auszustatten. Um den hohen zu bewegenden Massen eines Crafter während der Einsätze abseits befestigter Straßen Rechnung zu tragen, kommt das Allradsystem der Firma Achleitner mit Geländeuntersetzung (2,5:1) zum Einsatz. Es bietet eine permanente, gleichmäßige (50:50) Kraftverteilung an beide Achsen sowie serienmäßige eine Differenzialsperre im Verteilergetriebe und an der Hinterachse. Eine weitere Sperre für die Vorderachse gibt es gegen Aufpreis. Wenn alle Sperren aktiviert sind, kann ein Rad bis zu 100 Prozent des Antriebsmomentes übertragen, ein Ausgleich der unterschiedlichen Momente im Antriebsstrang findet nicht mehr statt. Schlupf entsteht nur noch an der schwächsten Stelle, nämlich zwischen Reifenprofil und Untergrund.

Achleitner hat an der einzelradaufgehängten Vorderachse und der starren Hinterachse umfangreiche Veränderungen vorgenommen. Verstärkte Federn mit mehr Weg, härtere Stoßdämpfer mit progressiver Kennung und geänderte Stabilisatoren sind Teil der Modifizierungen. In Summe - und abhängig von der gewählten Bereifung, für Offroad oder Straße - ergeben die Maßnahmen gegenüber den einachsgetriebenen Modellen eine Höherlegung von rund zehn Zentimetern.

Als Antriebsaggregat steht ausschließlich der leistungsstärkste Motor des Crafter mit 120 kW / 163 PS zur Verfügung. Der auch aus dem Amarok und Transporter bekannte Zweiliter-Biturbo entwickelt bei 1.800 Umdrehungen sein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern. Das langt, um im Bedarfsfall per Knopfdruck im untersetzten ersten Gang im schwersten Gelände mit voller Beladung – egal ob als Dreieinhalb- oder Fünf-Tonner – anzufahren und anzukommen.

Den Crafter 4Motion mit Achleitner Allradantrieb gibt es in allen von VW bekannten Karosserievarianten: Als Kombi, Kastenwagen, Fahrgestell oder als Pritschenwagen mit Einzel- oder Doppelkabine, mit unterschiedlichen Radständen und Dachformen.

Der Aufpreis durch den von Achleitner nachträglich ausgeführten Allrad-Umbau gegenüber einem Modell mit Heckantrieb liegt bei rund 19.950 Euro (netto). Bei diesem sogenannten Zwei-Rechnungs-Fahrzeug hat der Kunde nur einen Ansprechpartner für die Bestellung sowie für Service und Gewährleistung, die über ausgewählte Nutzfahrzeug-Partner erfolgen.

Quelle: Gerhard Prien