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4x4-Fahrzeuge/Ausbauten

Zweier Kiste von Mobiles Wohnen

Zweier-Kiste
Casemaker-Innenausbau von Mobiles Wohnen für den VW T5 4motion

Seit einigen Jahren widmet sich Bernd Seybert aus
Haldenwang im Oberallgäu dem Bau individueller
Reisemobile nach Kundenwunsch. Ein Beispiel ist sein Ausbau eines VW T5 4motion.

Der gebrauchte erworbene Bus stammte aus dem Fuhrpark der Telekom und war werkseitig bereits mit einer Standheizung ausgestattet. Ansonsten war der Bus „leer“ und bot so reichlich Platz für den Ausbau. Der begann nach einigen kosmetischen Vorarbeiten und dem Verschließen einiger unsachgemäß hergestellter Öffnungen.

Für die Fahrerhaussitze wurden Drehkonsolen eingebaut, mit Safesockel für den Beifahrersitz. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die vorhandene Zweitbatterie mit einem Automatikladegerät ausgerüstet, das über einen 230 V-Außenanschluss versorgt wird. Parallel wurden die 12 V-Sicherungen des Ausbaus installiert, die neben dem Kompressorkühlschrank auch die Wasserpumpe und die LED-Leuchten absichern.

Der Ausbau ist robust und in Casemaker-Ausführung gehalten. Er teilt sich den Platz im Wohnraum des Bullis mit einer Schlaf-Sitzbank aus dem Hause Scopema. Üblicherweise findet man im „klassischen“ T5-Ausbau Möbel aus Pappelsperrholz mit Beschichtung. Da der T5 4motion nach seiner Fertigstellung umgehend in einem Container auf den Weg nach Kanada ging, war der deutliche Gewichtsvorteil des Casemaker-Prinzips gefragt. Die drei einzelnen Schrank sind federleicht und können bei Bedarf in kurzer Zeit entnommen werde.

Die Sitz-/Schlafbank ist mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten ausgestattet und kann in Längsrichtung um rund 30 Zentimeter verschoben werden. Durch eine variable Lehneneinstellung finden auf der Rückbank mitreisende Passagiere jederzeit eine bequeme Sitzposition.

Für das leibliche Wohl ist neben dem Kühlschrank ein zweiflammiger Kocher zuständig, der gemeinsam mit der Spüle ein Element bildet. Die Wasserversorgung der Spüle erfolgt über Kanister, in denen Frischwasser gebunkert und Abwasser gesammelt wird. Die Gasversorgung übernimmt eine im Heck untergebrachte 5 kg-Gasflasche. Die notwendigen Absperrungen befinden sich im Küchenblock.

Die Kosten für einen Ausbau liegen bei rund 11.000 Euro, vor allem die verbaute Technik und die Sitzbank schlagen kräftig zu Buche.

Quelle: Gerhard Prien