ADVENTUREMEDIA4U

4x4-Fahrzeuge/Ausbauten

Seyberth's Iveco Massif mit Schlafdach

Gut aufgestellt

Iveco Massif mit Schlafdach

Ein Geländewagen in der Version als fünftüriger Station bietet auf Reisen einen guten Kompromiss zwischen kompakten Abmessungen und halbwegs ausreichendem Lebensraum. Für die Nachtruhe wird entweder ein Dachzelt „on top“ genutzt oder man baut ein Schlafdach auf. Ein solches hat Bernd Seyberth einem Iveco Massif spendiert.

Der Massif, der mittlerweile in Deutschland nicht mehr angeboten wird, hat technisch und optisch eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem 110-er Defender von Land Rover. Kein Wunder, dass das Dach aus dem Allgäu auch auf den Defender passt. Bernd Seyberth spendiert seinem Aufstelldach einen mit der Karosserie verschraubten Dachrahmen. Das geschraubte Serien-Dach aus Kunststoff wird abgenommen und gegen das Alu-Aufstelldach ausgetauscht. Der Kunde hat die Wahl zwischen glattem oder Riffelblech. Die Blechstärke sind so gewählt, dass die Dächer – unterstützt durch die integrierten Spriegel – begehbar sind. Der Lack auf dem begehbaren Dach ist durch eine transparente Lackschutzfolie vor Beschädigungen geschützt. Beim hier gezeigten Iveco bringen Zusatzscheinwerfer am abnehmbaren Lichtbalken Licht ins Dunkel.

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Der individuell an das Basisfahrzeug angepasste Unterrahmen wird mit dem Fahrzeug verklebt. Im Unterrahmen eingeformt ist eine „Regenstufe“. Sie verhindert, dass der Zeltbalg bei Regen ständig im Wasser steht. Das Wasser läuft entlang des Balgs nach unten und fließt über das Alu ab. Die Höhe der Dachschale bestimmt der Kunde. Denn mal soll das Fahrzeug noch in Tiefgaragen passen, ein anderes Mal liegt der Fokus auf einer dickeren bequemen Matratze. Deshalb variieren die Stärke der Matratze und auch der Stauraum zwischen Matratze und Dachschale.

Seitlich am Unterrahmen gibt es Kederschienen zur Befestigung eines Sonnensegels. Zur Bfestigung von Dachgepäck sind auf dem begehbaren Dach Aircargoschienen montiert.
Die mit X-treme-Isolator gedämmte Dachschale wird zusätzlich mit Velour ausgekleidet und ist so frei von Kältebrücken. Edelstahlspriegel dienen nicht nur der Versteifung, sie geben dem Dach durch ihre leicht bebogene Form auch eine leichte Wölbung. So läuft Wasser stets ab und kann sich nicht in einer Mulde auf dem Dach sammeln.

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Der Zeltbalg wird aus starkem Airtex-Material angefertigt. Moskitonetze oder Folienfenster werden je nach Kundenwunsch verbaut. Das Airtex wird mit einer imprägnierten Holzleite befestigt, die wiederum mit der Aluschale verklebt ist. An die Leiste tackert der Sattler mit speziellen Unterlegstreifen den Balg. Nach unten wird der Balg verspannt und mit seitlich gerundeten Kunststoffprofilen auf den Unterrahmen verspannt.

Seyberth verwendet Scharnier-Scheren zum Öffnen des Daches. Durch die Scheren schafft er auch im Fußbereich des Bettes eine vernünftig nutzbare Höhe über der Matratze. Ein kleiner Windabweiser vor der Schale verhindert, dass der Fahrtwind Wasser unter die Dachschale drückt und reduziert die Windgeräusche. Optional können Luken aus dem Yachtbau installiert werden. Je nach Größe ermöglichen sie den Durchstieg aufs Dach, etwa um Ladung zu verstauen.

Seyberth fertigt im Allgäu Dächer und Aufbauten für alle geeigneten Fahrzeuge. Für ein Aufstelldach muss der Kunde mit einem Preis ab 5.100 Euro plus Lackierung (rund 700 Euro) rechnen. Bei Fahrzeugen ohne Regenrinne wird es etwas teurer. Zum genannten Preis ist das Dach fertig verbaut und vom TÜV abgenommen.