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4x4-Fahrzeuge/Ausbauten

4x4Camp

4x4Camp: Fernreisemobil auf Landrover Defender 110

spaceBOX DEF 4P

Geländewagen wie der Land Rover Defender One-Ten taugen nicht nur für den Alltag, etwa als Familien-Transporter. Etliche Besitzer nutzen ihren Station auch als "Fluchtwagen" für die kleinen und großen Abenteuer in der Freizeit oder als Basislager, etwa wenn sie am Wochenende unterwegs sind und sportlichen Hobbies nachgehen. Die Firma 4x4Camp aus Kleinwallstadt, zwischen Spessart und Odenwald gelegen, hat für diese Klientel den Ausbau Spacebox DEF 4P im Programm. Er bietet vier (bis fünf) Sitzplätze und ein zusätzliches Bett im Fahrzeug.

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Das Ausbausystem ist modular aufgebaut und besteht aus Bodenplatte, Küchenblock, Stauschränken links, einer Längssitzbank rechts und einem Liegeflächensystem. Für den Korpus, Türen und Klappen kommt 2,5 mm starkes Aluminium, beschichtet in „wolfgrey“, zum Einsatz. Durch den dünnwandigen Aufbau erzielt man ein Plus an Stauvolumen bei geringem Gewicht und reisetauglicher Robustheit. Tischplatten und Sitzbankauflagen bestehen aus geölten Birkemultiplexplatten.

Die einzelnen Module werden auf einer soliden wasserfest verleimten und mit PVC beschichteten Multiplexplatte verbaut. Unterlegt ist die Bodenplatte, zur Wärme- und Schalldämmung, mit 10 mm Isolierplatten. Die Befestigung am Fahrzeugboden erfolgt an serienmäßigen Befestigungspunkten.

Der Küchenblock ist mit einem Schwerlast-Vollauszug versehe, so können Kompressor-Kühlboxen mit einem Volumen bis zu 40 Liter untergebracht werden. Der Vollauszug nutzt die gesamte Tiefe bis in die Ausbuchtung der Karosserie. Hinter der Kühlbox verbleibt Stauraum. Die Oberseite des Küchenblocks nimmt eine Rundspüle mit ausziehbarer Handbrause, die auch als Außendusche genutzt werden kann, auf. Die Wasserversorgung sichert eine druckgesteuerte Membranpumpe. Auf der Arbeitsfläche des Küchenblocks können ein- oder mehrflammige Kocher abgestellt werden. Der Tisch wird an der Oberseite des Küchenblocks in einen Schiebebeschlag eingehängt, die Tischplatte kann auch an der Hecktüre verwendet werden.

In die beiden links angeordneten Stauschränke können Stapelboxen (Abmessungen 350 x 270 x 210 mm) eingeschoben werden, je vier dieser Boxen nehmen die Schränke auf. Der vordere Schrank kann zusätzlich von außen beladen werden, er bietet sich damit für den Einbau einer auf Kanistern basierenden Wasseranlage an. In der Schräge hinter dem Sitz entstehen offene Fächer, sie eignen sich für den direkten Zugriff auf Kleidung. Alternativ zu einer Kanisteranlage kann ein Wassertank mit 65 Liter Fassungsvermögen am Boden montiert werden.

Die rechts installierte Längsbank bietet zwei Sitzplätze und ein Stauvolumen von etwa 80 Liter. Bei Einsatz des elektrohydraulischen Hubsystems wird hier das Miniaggregat untergebracht.

Bei den Modellen 300 TDI und TD5 kann zur Erweiterung der Schlafplätze in Verbindung mit der hinteren Seriensitzbank im unteren Bereich ein Bett (Abmessungen 1.000 x 1.900 mm) entstehen. Hierzu werden auf der Lehne der Serienbank zwei Böden mit Klappmechanik montiert, bei nach geklappter Lehne verlängert sich die Fläche bis zum Armaturenbrett. Der Ausbau ist (komplett montiert und verdrahtet) mit Bodenplatte und Küchenblock, den Hochschränken, der seitlichen Sitzbank, Liegflächensystem und Gaskocher ab 8.500 Euro zu haben (der optionale 65 Liter Edelstahltank kostet 1.095 Euro).

Für mehr „Luft“ nach oben sorgt das Aufstelldach Spacecab SF (für superflach), das nur etwa 15 mm über die serienmäßige Fahrzeughöhe aufbaut. Karosserie und Dach sind mit einem Edelstahlrahmen ausschließlich an Originalbefestigungspunkten verschraubt.
Als Dachschale kommt das Seriendach des Fahrzeugs zum Einsatz, es wird im Heckbereich nicht eingekürzt. So kann ein mit dem Spacecab SF ausgerüstetes Fahrzeug jederzeit auf den Serienzustand rückgerüstet werden. Der Zeltbalg besteht aus Airtex, er ist mit einer hinteren Heckdeckung sowie zwei seitlichen großen Moskitonetzöffnungen versehen. Der Balg kann zu Reparaturzwecken demontiert werden. Das Dachbett besteht aus zwei Einlegeböden (18 mm Birkemultiplex), die während der Fahrt vor der Hecktür verzurrt werden. Die vordere Auflage aus Auminium ist mit der Karosserie fest verschraubt. Das Dach ist über dem Scheibenrahmen mit einem Edelstahlscharnier angeschlagen. In der Standardversion übernehmen zwei innen liegende Gasfedern das Aufstellen. Verriegelt wird das Dach mit Gewindespindel und Zentrierkonus. Optional lässt sich das Dach mit einer Elektrohydraulik ausrüsten.
Preise für die Standardversion: 7,700 Euro, die Version mit Hydraulik kommt auf 9.800 Euro.

Quelle: Gerhard Prien